BYD Dolphin Surf wechselt auf Heckantrieb
Der BYD Dolphin Surf steht vor einem radikalen Technikwechsel: Die nächste Generation wechselt auf Hinterradantrieb und bekommt vorn einen 94-Liter-Frunk. Was die bisher bekannten Daten zu Motor, Akku und Innenraum bedeuten, zeigt der Überblick.
Die neue Generation des BYD Seagull, der in Europa als BYD Dolphin Surf angeboten wird, wechselt von Front- auf Heckmotor. Damit wird aus Vorderrad- ein Hinterradantrieb, also der Antrieb sitzt künftig an der Hinterachse.
Der Elektromotor leistet 95 kW, das sind 129 PS. Im aktuellen Europa-Modell arbeitet vorn je nach Version ein Motor mit 65 kW (88 PS) oder 115 kW (156 PS). An der Höchstgeschwindigkeit ändert sich nichts: Sie bleibt bei 150 km/h abgeregelt. Der große Schritt ist damit weniger Tempo, sondern die neue technische Grundarchitektur.
Akku und Flash Charging
Für die neue Generation sind zwei Batterieoptionen mit 30 kWh und 39,2 kWh angekündigt. Daraus sollen nach WLTP-Zyklus geschätzt Reichweiten von bis zu 345 Kilometern möglich sein. Flash Charging ist noch nicht bestätigt, gilt aber als wahrscheinlich. Gemeint ist sehr schnelles Laden, bei dem die Batterie in knapp zehn Minuten nahezu voll sein könnte.
Für deutsche Käufer wäre genau dieser Punkt entscheidend, weil damit kurze Ladepausen realistisch würden. Solange es dafür aber keine Bestätigung gibt, bleibt es bei den genannten Akku-Größen und der erwarteten WLTP-Reichweite.
Frunk, Fahrwerk, Bedienung
Durch die Motorplatzierung im Heck entsteht vorn zusätzlicher Stauraum: Unter der Fronthaube sitzt ein 94 Liter großer Frunk, also ein Kofferraum vorn wie bei manchen Sportwagen. Das Kofferraumvolumen wird insgesamt mit bis zu 1.380 Litern angegeben, zusätzliche Staufächer gibt es unter den Rücksitzen.
Auch das Fahrwerk wird verändert: An der Hinterachse kommt eine Mehrlenker-Aufhängung zum Einsatz, also eine aufwendigere Radführung mit mehreren Lenkern. Das passt zur Umstellung auf Hinterradantrieb, weil die Hinterachse damit stärker in den Fokus rückt.
Im Innenraum setzt BYD stärker auf Bildschirmbedienung: Ein zentrales Touchdisplay wird noch größer, das klassische Kombiinstrument vor dem Lenkrad entfällt. Stattdessen zeigt das Zentraldisplay Informationen im geteilten Bildschirm an, die linke Hälfte übernimmt dabei die Aufgaben des bisherigen Fahrerdisplays.
