Offiziell: Zverev Weltranglistenerster zum Jahresende
Der deutsche Spitzenspieler profitiert von einer Niederlage von Carlos Alcaraz und erfüllt sich einen Traum.
Alexander Zverev wird als Weltranglistenerster die Tennis-Saison beenden: Der Sieger der French Open und US Open profitiert von einer Niederlage des Spaniers Carlos Alcaraz und kann sich nun auch offiziell über das Erreichen des nächsten Meilensteins in seiner Karriere freuen.
"Es ist eine fantastische Saison für mich – ich habe in Paris und New York gewonnen, und zu wissen, dass ich das Jahr an der Spitze der Rangliste beenden werde, ist einfach ein wahr gewordener Traum", sagte Zverev und erinnerte an seine schwere Verletzung 2022, nach der er um die Fortsetzung seiner Karriere hatte bangen müssen: "Es stecken so viel Arbeit und Mühe darin, dieses Ziel zu erreichen, besonders nach der Rückkehr von der Knöchelverletzung."
Alcaraz unterlag am Montag beim Masters in Shanghai dem stark aufspielenden Belgier Zizou Bergs 5:7, 6:7 (4:7). Damit kann auch der spanische Topstar Zverev laut Berechnungen der Spielerorganisation ATP nicht mehr abfangen. Zuvor war bereits der US-Amerikaner Ben Shelton ausgeschieden, der wie Alcaraz noch theoretische Chancen gehabt hätte.
Praktisch konnte Zverev spätestens nach dem vorzeitigen Saisonende für Jannik Sinner, der aktuellen Nummer eins der Welt aus Italien, bereits mit seinem Sprung an die Spitze rechnen. Er wird der 30. Spieler, dem dies seit Einführung des Rankings 1973 gelingt. Zudem ist der Hamburger erst der zweite deutsche Profi nach Boris Becker (1991), der den Tennisthron besteigt.
Der früheste Zeitpunkt, um an Sinner vorbeizuziehen, ist für Zverev (29) das ATP-Turnier in Wien. Er braucht in Shanghai, wo er am Dienstag (nicht vor 12 Uhr/Sky) im Achtelfinale auf Alexander Bublik trifft, dafür mindestens einen Finaleinzug, um mit einem Triumph in der österreichischen Hauptstadt Geschichte zu schreiben und bereits am 2. November an der Spitze zu stehen.