TTBL: Bundesliga-Oldie Steger weiter ohne Rücktrittspläne
Der Publikumsliebling plant sogar schon über das Ende der kommenden Saison hinaus eine Fortsetzung seiner Laufbahn.
Er spielt und spielt und spielt: Bastian Steger (Bad Königshofen) mag auch nach 26 Jahren in der Tischtennis-Bundesliga seinen Schläger immer noch nicht in die Ecke legen und plant sogar über das Ende der kommenden Saison hinaus. "Stand heute könnte es noch ein bisschen weiter gehen. Es ist auch nicht der Plan, 2027 aufzuhören", sagte der mit 45 Jahren älteste Profispieler des Oberhauses in einem Interview auf der Homepage des Ligaverbandes TTBL mit Blick auf seinen noch ein Jahr gültigen Vertrag.
Steger verbuchte in der ausklingenden Saison in 25 Matches noch beachtliche 16 Siege. "Rein von der Bilanz her, denke ich, war das ganz gut, was ich gespielt habe. Das kann man jetzt in meinem Alter auch nicht unbedingt erwarten", kommentierte der zweimalige Olympia-Dritte mit der Mannschaft sein Jahresergebnis: "Ich bin aber manchmal selber überrascht, dass es noch so gut läuft."
Der gebürtige Oberpfälzer begann seine Bundesliga-Laufbahn 2000 bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf und gewann mit den Rheinländern drei Jahre später die Meisterschaft. Seinen zweiten und bislang letzten Mannschaftstitel holte Steger 2007 mit dem TTC Frickenhausen. Auch auf seinen sämtlichen Anschlussstationen beim 1. FC Saarbrücken-TT, Werder Bremen sowie seit 2019 in Bad Königshofen gehörte der zweimalige EM-Dritte zu den Publikumslieblingen in der deutschen Eliteklasse.
Für den Rechtshänder ist seine Konkurrenzfähigkeit im Vergleich zu seinen oft nicht einmal halb so alten Gegenspielern ein wichtiger Faktor für seine sportlichen Pläne. "In Bad Königshofen mit den Fans und der Atmosphäre, die wir immer bei den Spielen haben, macht es enorm Spaß, und wenn man Spiele gewinnt, dann sowieso", meinte der Rechtshänder: "Es wäre eine andere Situation, wenn man gar nichts mehr gewinnt, dann würde es wahrscheinlich nicht mehr so viel Spaß machen. Wie lange das noch so bleibt, kann man nicht wirklich sagen."