Inseln zwischen Isolation, Gefahr und Legenden
Karibikinsel, Sonne, Palmen, weißer Sandstrand? Nicht auf diesen Inseln! Hier herrscht Betretungsverbot, denn es lauern Gefahren. Wir zeigen Inseln, die nicht gerade zum Urlaub einladen.
Inseln zwischen Isolation, Gefahr und Legenden
Karibikinsel, Sonne, Palmen, weißer Sandstrand? Nicht auf diesen Inseln! Hier herrscht Betretungsverbot, denn es lauern Gefahren. Wir zeigen Inseln, die nicht gerade zum Urlaub einladen.
North Sentinel Island (Indien)
Die Insel ist Heimat der Sentinelesen, eines der letzten völlig isoliert lebenden Völker der Welt. Sie lehnen jeden Kontakt ab und reagieren auf Eindringlinge mit Gewalt, so auch gegenüber dem US-amerikanische Missionar John Allen Chau, der 2018 von den Einwohnern getötet wurde.
Um die Bewohner vor Krankheiten und Fremde vor Lebensgefahr zu schützen, gilt rund um die Insel ein striktes Betretungsverbot.
Queimada Grande (Brasilien)
Queimada Grande ist als „Schlangeninsel“ bekannt und zählt zu den gefährlichsten Orten der Erde. Auf wenigen Quadratkilometern leben dort tausende hochgiftige Insel-Lanzenottern.
Nach zahlreichen tödlichen Unfällen wurde das Eiland zum Sperrgebiet erklärt. Zutritt haben nur wenige Forscher mit Sondergenehmigung. Die Insel steht unter Naturschutz.
La Gaiola (Italien)
La Gaiola ist eine winzige Insel vor Neapel mit einer verfallenen Villa. Seit dem 20. Jahrhundert haftet ihr der Ruf eines verfluchten Ortes an.
Mehrere Besitzer kamen unter tragischen Umständen ums Leben, weshalb die Insel als verflucht gilt. Seit Jahrzehnten steht die Insel leer und verfällt zusehends.
Ramree Island (Myanmar)
Ramree Island wurde durch ein Ereignis im Zweiten Weltkrieg berüchtigt. Berichten zufolge kamen dort hunderte Soldaten in Mangrovensümpfen durch Salzwasserkrokodile ums Leben.
Die tatsächlichen Opferzahlen sind umstritten, doch die Region gilt bis heute als lebensfeindlich und schwer zugänglich.
Surtsey (Island)
Surtsey entstand 1963 nach einem unterseeischen Vulkanausbruch und gehört zu den jüngsten Inseln der Welt. Sie liegt rund 30 Kilometer vor der Südküste Islands.
Um die natürliche Besiedlung ohne menschlichen Einfluss zu erforschen, ist die Insel streng geschützt. Zutritt ist ausschließlich Wissenschaftlern erlaubt.
Farallon-Inseln (USA)
Die Farallon-Inseln liegen vor Kalifornien und wirken auf den ersten Blick unberührt. Tatsächlich aber sind die Inseln als Farallon Island Nuklear Waste Dump bekannt, denn zwischen 1946 und 1970 wurden dort radioaktive Abfälle im Meer entsorgt wurden.
Der Müll liegt bis heute auf dem Meeresgrund und macht die Region sensibel. Die Inseln sind unbewohnt und nur für Forschung zugänglich.
Gruinard Island (Großbritannien)
Auf Gruinard Island in Schottland testete Großbritannien im Zweiten Weltkrieg Biowaffen mit Milzbrand (Anthrax). Die verwendeten Erreger verseuchten Boden und Vegetation über Jahrzehnte.
Obwohl die Insel später offiziell für „sicher“ erklärt wurde, bleibt ihr Ruf als tödlicher Ort bestehen. Tourismus findet dort praktisch nicht statt.
Bikini-Atoll (Marshallinseln)
Das Bikini-Atoll wurde zwischen 1946 und 1958 als Atomwaffentestgelände genutzt. Insgesamt detonierten dort 67 Nuklearbomben, darunter extrem starke Wasserstoffbomben.
Die Tests machten die Inseln unbewohnbar und zwangen die Bevölkerung zur Umsiedlung. Noch heute gibt es Einschränkungen wegen erhöhter Radioaktivität.
Insel Riems (Deutschland)
Die Insel Riems liegt nahe Rügen und ist Standort eines Hochsicherheitsforschungszentrums. Dort werden gefährliche Tierseuchen und Viren untersucht.
Aus Sicherheitsgründen ist die Insel für die Öffentlichkeit gesperrt. Sie zählt zu den sensibelsten Forschungsstandorten Deutschlands.
Plum Island (USA)
Plum Island liegt vor der Nordküste von Long Island im Bundesstaat New York. Jahrzehntelang befand sich dort ein streng abgeschirmtes Forschungszentrum für Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche.
Wegen der Arbeit mit hochinfektiösen Erregern war die Insel für die Öffentlichkeit nie zugänglich und es rankten sich zahlreiche Verschwörungstheorien um den Standort. Wildlebende Säugetiere, die auf der Insel auftauchen, müssen aufgrund der Gefahren erschossen werden.
Saba (Niederländische Antillen)
Saba ist eine kleine Karibikinsel mit üppiger Natur und steilen Vulkanhängen. Trotz ihrer Schönheit ist sie extrem wetteranfällig.
Statistikern zufolge wurde keine andere Region weltweit so häufig von schweren Hurrikans getroffen. Das macht längere Aufenthalte riskant.
Miyake-jima (Japan)
Miyake-jima ist eine aktive Vulkaninsel südlich von Tokio. Nach einem Ausbruch im Jahr 2000 musste die gesamte Bevölkerung evakuiert werden.
Auch nach der Rückkehr bleibt die Gefahr: Wegen austretender Vulkan-Gase tragen Einwohner oft Atemschutzmasken im Alltag.
Poveglia (Italien)
Poveglia liegt in der Lagune von Venedig und gilt als eine der unheimlichsten Inseln Europas. Sie diente früher als Quarantänestation für Seuchenkranke.
Später befand sich dort eine psychiatrische Klinik, heute ist die Insel verlassen. Aus Sicherheitsgründen ist das Betreten verboten.
North Brother Island (USA)
North Brother Island liegt im East River zwischen der Bronx und Rikers Island mitten in New York City. Ende des 19. Jahrhunderts befand sich dort ein Isolationskrankenhaus für Pocken, Tuberkulose und andere hochansteckende Krankheiten.
1904 war die Insel Schauplatz der "General Slocum"-Katastrophe, bei der ein Schaufelraddampfer Feuer fing und 1.021 der Passagiere, darunter viele Frauen und Kinder, starben. Der Kapitän versuchte noch, die Insel anzusteuern, viele Passagiere sprangen aber kurz vor Erreichen ins Wasser und ertranken, weil sie größtenteils Nichtschwimmer waren.
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