Radfahren im Herbst: Zehn Tipps für die nasskalte JahreszeitSchmirgelpapier, Zwiebelprinzip und Öl: Mit diesen Tipps können Sie sich und ihren Drahtesel rechtzeitig fit für den Herbst machen.
Sind die Radwege mit nassem Laub bedeckt, nutzen Sie im Zweifel
die PKW-Fahrbahn. Sie sind meist deutlich sauberer. Bei Laub oder
starker Verschmutzung entfällt rein rechtlich sogar die
Benutzungspflicht zugunsten der Sicherheit.
Spätestens im Herbst geht beim Radfahren die Sicherheit vor.
Denn die Unfallgefahr ist durch Nässe oder schlechte Sicht deutlich
erhöht. Dabei sollte eines selbstverständlich sein: ein Helm.
Sehen und gesehen werden: Nebel, Nieselregen oder frühe
Dämmerung am Abend sorgen für schlechte Sichtverhältnisse. Gute,
funktionierende Beleuchtung weist nicht nur dem Fahrradfahrer den
Weg - sie hilft auch Autos und Fußgängern, das Rad zu sehen.
Nicht nur Bremsen leiden unter der Feuchtigkeit im Herbst, auch
die Kette mag Nässe gar nicht. Dagegen hilft nur: Regelmäßig und
gut schmieren - spätestens, wenn es zu quietschen und zu ächzen
anfängt.
Weniger ist mehr: Nehmen Radler etwas Druck aus den Reifen,
schaffen sie mehr Auflagefläche für den Gummi. Das senkt die
mögliche Ausrutschgefahr minimal ab.
Rasen war gestern: Feuchtes Laub auf den Wegen ist im Herbst
eine besondere Gefahr und verlängert wegen der Nässe auch den
Bremsweg. Daher sollten Radfahrer in den kalten Monaten generell
etwas langsamer unterwegs sein.
Bei schlechter Sicht werden Drahtesel leicht übersehen. Im
Zweifel sollten Fahrradfahrer lieber einmal zurückstecken, als
unter die Räder zu kommen. Bevor Pfützen ausgewichen wird, ist vor
allem im Verkehr ein kurzer Schulterblick Pflicht.
Mit normalen Schuhen verlieren Radler auf vielen Pedalen bei
Nässe schnell den Halt. Manche Firmen bieten deshalb Pedale an, die
mit einem speziellen Belag für mehr Haftung sorgen. DIY-Tipp: Die
Pedale mit Schmirgelpapier aufrauen.
Wie eine Zwiebel kleiden: Wer friert, kann sich schlechter
konzentrieren. Gegen kalte Hände sorgen Handschuhe, unter den Helm
passen dünne Mützen. Am Körper wärmt Kleidung am besten nach dem
Zwiebelprinzip.
Mit Nässe haben elektrische Fahrräder kein Problem, wohl aber
mit Kälte. Denn dann verlieren Akkus ihre Leistungsfähigkeit.
Hüllen aus Neopren halten die Wärme besser im Akku und sorgen
dafür, dass er schneller auf Temperatur kommt.