Flügel haben sie beide. Im Unterschied zum Flugzeug hat allerdings der nun schon klassische Heckflügel des Porsche Turbo eine fundamental andere Aufgabe: Er soll Porsches schnellsten Sportwagen nicht in der Luft, sondern am Boden halten.
Flügel haben sie beide. Im Unterschied zum Flugzeug hat allerdings der nun schon klassische Heckflügel des Porsche Turbo eine fundamental andere Aufgabe: Er soll Porsches schnellsten Sportwagen nicht in der Luft, sondern am Boden halten.
Der Porsche 993 Turbo nimmt in der Geschichte des 911 Turbo eine Schlüsselrolle ein. Nach den frühen 930-Modellen mit Single-Turbo und Hinterradantrieb markierte er 1995 den Übergang zu einer deutlich moderneren Auslegung: Biturbo-Aufladung, Allradantrieb und 408 PS ermöglichten eine gleichmäßigere Kraftentfaltung, bessere Traktion und eine höhere Alltagstauglichkeit. Damit verband der 993 Turbo die enorme Leistungsfähigkeit der Vorgänger mit deutlich mehr Sicherheit und Beherrschbarkeit.
Gleichzeitig war er der letzte 911 Turbo mit luftgekühltem Boxermotor und damit der Höhepunkt einer technischen Ära.
Wer es wirklich wissen will und die Gänge des vorzüglich abgestuften und leicht schaltbaren Sechsganggetriebes voll ausdreht, bekommt praktisch konkurrenzlose Beschleunigungswerte geliefert. Dazu eine Höchstgeschwindigkeit, die sich mit 290 km/h fast schon asymptotisch der magischen 300 km/h-Grenze nähert. Dies geht erstaunlich mühelos, setzt allerdings eine heute kaum noch vorfindbare, verkehrsarme Autobahn vor.
Daß der Turbo inzwischen komplett mit Radio, Klimaanlage und Leder ausgestattet ist, kann man bei dem Preis von über 200.000 Mark eigentlich erwarten. Keine Frage: Nach einer Reifezeit von 20 Jahren ist der neue Porsche Turbo der beste und sicherste aller Turbo, die es je gab.