Erhöhtes Brandrisiko im Motorraum
Alfa Romeo ruft den Junior wegen Brandgefahr im Motorraum zurück. Ursache ist eine ungünstige Bauteilanordnung im Bereich des 48-Volt-Riemenstartergenerators.
Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilt, überwacht die Behörde die Maßnahme unter der Referenznummer 16289R. Weltweit sind 44.527 Fahrzeuge betroffen, davon 4.686 in Deutschland. Der Rückruf umfasst Modelle aus dem Produktionszeitraum vom 27. November 2023 bis zum 18. Dezember 2025.
Ursache des Problems ist ein möglicher Kontakt zwischen dem Benzinpartikelfilterrohr und der Polschutzkappe des 48-Volt-Riemenstartergenerators. In der Folge kann Wasser eindringen, was im ungünstigsten Fall zu einem Brand im Motorraum führen kann.
Austausch der Schutzkappe
Alfa Romeo sieht vor, im Rahmen des Rückrufs die Polschutzkappe auszutauschen und den Abstand zwischen den betroffenen Bauteilen zu überprüfen. Liegt dieser unter zehn Millimetern, justiert die Werkstatt das Rohr neu. Ist das Bauteil bereits beschädigt, wird es ersetzt.
Nach Angaben des KBA sind bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt.
Halter betroffener Fahrzeuge werden in der Regel direkt vom Hersteller schriftlich informiert. Alternativ können Besitzer auch selbst aktiv werden und anhand der Fahrgestellnummer bei einer Alfa-Romeo-Vertragswerkstatt prüfen lassen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist, und einen Termin vereinbaren. Für Rückfragen nennt Alfa Romeo den Rückrufcode F60F.
Nicht der erste Junior-Rückruf
Schon im März 2025 mussten einige Junior -Modelle gleich wegen zwei Rückrufen die Werkstatt aufsuchen. Zum einen ging es um die Matrix-LED-Scheinwerfer mit nicht aktivierter automatischer Leuchtweitenregulierung, zum anderen um eine fehlerhafte Kalibrierung der elektrischen Servolenkung, durch die sich der Spurhalte-Assistent bei höheren Geschwindigkeiten deaktivieren konnte. Beide Probleme ließen sich per Software-Update beheben. Betroffen waren jeweils mehrere hundert Fahrzeuge in Deutschland.
