Mit dem Concept Car Cuorerosso will Alfa Romeo zeigen, wohin sich das Design der Marke hinentwickeln soll.
Mit dem Concept Car Cuorerosso will Alfa Romeo zeigen, wohin sich das Design der Marke hinentwickeln soll.
Markentypisch spitz zulaufende Scheinwerfer und das sogenannte Scudetto dazwischen prägen die Front.
Sieht man's? Der Exterieur-Designer des Cuorerosso nahm sich auch das Frontantriebs-Coupé Brera zum Vorbild.
Das Scudetto mit Kühlergrill findet seine Fortsetzung in Sicken und dem erhöhten Mittelteil der Haube. Die Portaltüren sind bei Concept Cars beliebt.
Gegenläufig öffnend und ohne B-Säule erlauben sie nämlich einen besonders guten Blick auf das Interieur, das man bei der Studie nicht betreten darf.
Das Heck erinnert mit seinem steilen und wuchtigen Abschluss sowie den runden Leuchten an den Lancia Stratos, ist aber von Giulietta- und Giulia-Coupés der 60er mit "Coda Tronca" (abgeschnittenem Heck) inspiriert.
Beim Lancia ist der riesige Spoiler aus Gummi und schwarz.
Beim Cuorerosso hingegen sind weder Spoiler noch Diffusor sind schwarz oder anders lackiert als der Rest der Karosse.
Die klassische Coupé-Silhouette mit extrem kurzen Überhängen (Radstand: 2,93 m) erstreckt sich auf 4,70 Meter Länge und misst nur 1,33 Meter in der Höhe.
Im viersizigen Innenraum dominiert Rot und Schwarz als Kontrastfarbe.
Die Mittelkonsole ist in der Mitte offen, der untere, rote Teil schwingt sich wie ein Brückenbogen von vorn nach hinten.
Die Schalensitze vorn wirken sehr sportlich, die hinteren spartanisch; sie entlarven den Cuorerosso als 2+2-Sitzer, auch wenn das Dach über ihnen angeblich seinen höchsten Punkt erreicht.
Das Cockpit nimmt die klassische Gestaltung aus Alfas der 60er auf – sehr modern interpretiert und mit einem gar nicht klassischen, weil nicht runden Lenkrad.
Im Sportmodus schieben sich die zwei Rundinstrumente zu einem zusammen – wie in einem Rennwagen.
Die Mittelkonsole trägt klassische Hebel, Regler und Drehräder – Alfa setzt auf die Bedienung mit haptischem Feedback.
Statt eines großen zentralen Touchscreens fungiert die Fläche der Mittelkonsole als Display – ohne Touchfunktion.
Als Beleuchtung durchziehen rote Muster die schwarze Fläche wie Magma.
Auch im Fond gibt es eine kleinere Mittelkonsole mit Bedienelementen zwischen den Sitzen.
Hier können die Passagiere hinten ihr eigenes Klima einstellen.
Armaturenbrett und Türverkleidungen sind mit einem neu entwickelten Stoff aus Endlos-Kunstofffäden (statt aus einzelnen Fasern zusammengedreht), was die Bespannung besonders abriebfest und schmutzabweisend machen soll.
Die Kiemen unter dem Motorhaubenschild sollen Kühlluft aerodynamisch günstig ins Freie entlassen.
Die Abrisskante scheint eher den Abtrieb zu erhöhen, als die Windschlüpfigkeit zu verbessern: der cW-Wert von 0,28 ist eher durchschnittlich.
Das Heck ist besonders auffällig gestaltet.
Das Scudetto besteht aus einzelnen Stäbchen, die zueinander Abstand halten.
Unterbrochene Stege kennzeichnen auch die Scheinwerfer.
Die Räder nehmen die klassische Form aus Kreisen historischer Vorbilder auf.
Wie bei den Rückleuchten schneiden Abdeckungen kleine Randsegmente aus den offenen Kreisen heraus.
Die starren, einheitlichen Fäden ergeben präzise Maschen- und Öffnungsgrößen im Stoff der Bespannung fürs Armaturenbrett.
Das dreieckige Heckfenster hatte auch der Alfa Romeo Brera.
Am Coupé von 2005 lief die Scheibe nach unten nicht ganz so spitz zu, stand aber steiler, wodurch die Form stärker auffiel.