Was ist das denn für ein Supersportler?
Lamborghini testet derzeit einen besonderen Temerario auf der Nordschleife des Nürburgring. Die Italiener stellen ihrem Einstiegs-Supersportler als Nachfolger des Lamborghini Huracán früh eine offene Variante zur Seite.
Unser Erlkönig-Fotograf konnte den noch stark getarnten Temerario Spyder auf dem Nürburgring fotografieren. Die Testfahrten unter hoher Last zeigen, dass sich das Fahrzeug bereits in einer Phase befindet, in der Abstimmung und Dauerhaltbarkeit im Fokus stehen. Das passt zu einem möglichen Marktstart innerhalb der kommenden zwölf bis 18 Monate.
Unterschiede zum Coupé im Detail
Trotz Tarnung lassen sich mehrere Änderungen gegenüber dem geschlossenen Modell erkennen. Auf den ersten Blick ähnelt der Spyder zwar stark dem Coupé, bei genauerem Hinsehen zeigen sich jedoch typische Anpassungen für eine offene Variante.
• Dach- und Heckbereich neu gestaltet, da das feste Dach entfällt
• Heckscheibe deutlich kleiner und flacher ausgeführt
• Motorabdeckung und Luftführung im Heckbereich überarbeitet
• Lüftungsöffnungen teilweise neu angeordnet
• Verstärkungen hinter den Sitzen sichtbar angepasst
Unklar bleibt, welches Dachsystem Lamborghini einsetzt. Vieles spricht für ein Stoffverdeck, das platzsparend hinter dem Innenraum abgelegt wird. Die Bedienung dürfte elektrisch erfolgen und sich am Vorgänger orientieren.
Hybridantrieb wird übernommen
Beim Antrieb ist keine grundlegende Änderung zu erwarten. Der Spyder dürfte die Technik des Coupés vollständig übernehmen. Zum Einsatz kommt ein V8-Biturbo mit 4,0 Litern Hubraum in Kombination mit drei Elektromotoren. Die Systemleistung liegt bei 920 PS. Ergänzt wird das System durch ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und eine Batterie mit rund 3,8 kWh Kapazität.
Für das Coupé werden Beschleunigungswerte von rund 2,7 Sekunden auf 100 km/h sowie eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 343 km/h genannt. Vergleichbare Werte sind auch für den Spyder zu erwarten. Damit positioniert sich das Modell im direkten Umfeld von Fahrzeugen wie dem Ferrari 296 GTS oder dem McLaren 750S Spider.
Innenraum bleibt weitgehend unverändert
Im Innenraum sind keine grundlegenden Änderungen zu erwarten. Das bekannte Layout mit digitalem Kombiinstrument, zentralem Touchscreen und zusätzlichem Beifahrer-Display dürfte übernommen werden.
Anpassungen sind vor allem bei der Bedienung zu erwarten. Dazu gehören Funktionen für das Verdeck sowie mögliche Ergänzungen im Bereich Windmanagement.
Premiere wohl noch vor 2027
Die offizielle Premiere feiert der Temerario Spyder Ende 2026 und 2027, vermutlich im Rahmen des Goodwood Festival of Speed oder der Monterey Car Week. Einen Preisrahmen gibt es noch nicht. Preislich positioniert sich das Coupé des Lamborghini Temerario deutlich oberhalb des früheren Huracán. In Deutschland beginnt das Modell bei rund 307.500 Euro.
Mit optionalen Ausstattungen, Individualisierung und Steuern steigt der Preis in der Praxis häufig auf 350.000 Euro oder mehr. Damit liegt der Temerario weiterhin unterhalb des Flaggschiffs Revuelto, rückt aber insgesamt in ein höheres Preisniveau als sein Vorgänger auf.
