Subaru emanzipiert sich von Toyota
Bislang basieren alle Subaru-Elektroautos auf Toyota-Modellen. Das soll sich künftig mit einer selbst entwickelten E-Plattform ändern. Subaru enthüllt erste Details.
Subaru stand bislang als Synonym für die Kombination aus Boxermotor und Allradantrieb. Zumindest was den Boxermotor angeht, wird sich hier das Bild in Zukunft dramatisch ändern. Für den europäischen Markt haben die Japaner bereits das Aus von Verbrennungsmotoren für Ende 2027 bestätigt. Ab dann sollen in Europa ausschließlich Elektromodelle übernehmen. Auf anderen Märkten werden auch weiter Verbrenner- und Hybridantriebe angeboten.
Ob Solterra, Uncharted oder E-Outback – alle Modelle basieren auf Toyota-Pendants. Das soll sich zukünftig ändern. Mit einer in Eigenregie entwickelten E-Plattform will sich Subaru von seinem Hauptaktionär technisch emanzipieren. Damit will sich Subaru mehr Kontrolle über den Allradantrieb, die Batterie und die Sicherheitssysteme sichern.
Reichlich Leistung, weniger Gewicht
Wie die Automotive News berichtet, laufen erste Erprobungsträger auf Basis eines Outback bereits bei Testfahrten in Japan. Zur Darstellung des markentypischen Allradantriebs kombiniert der Prototyp einen 148 kW (201 PS) starken E-Motor an der Vorderachse mit einer 227 kW (309 PS) starken E-Maschine an der Hinterachse. Die Systemleistung wird mit rund 375 kW (510 PS) angegeben. Die verbauten Elektromotoren entwickelt Subaru zusammen mit Aisin, einem Zulieferer aus dem Toyota-Umfeld. Die neuen Motoren sollen effizienter, leichter und kompakter ausfallen. Die nicht näher definierte Batterie, die in Kooperation mit Panasonic entwickelt wird, setzt sich aus rund 4.000 zylindrischen Zellen zusammen. Der neue Zellverbund soll für eine Gewichtseinsparung von rund 25 Prozent sorgen. Offen bleibt die Frage nach der Zellchemie. Nicht bekannt ist auch, ob Subaru auf eine 400- oder 800-Volt-Architektur setzt.
Das Gesamtpaket erlaubt Spurtzeiten von null auf 100 km/h in unter vier Sekunden. Zur Leistungsfähigkeit gehört aber auch ein um rund 100 Kilogramm gesenktes Gewicht gegenüber den aktuell verwendeten Plattformen von Toyota.
Bei der Steuereinheit für den Antrieb setzt Subaru auf eine Eigenentwicklung, die auch Over-the-Air-Updates erlaubt. Die Assistenzsysteme werden auf KI-Unterstüzung setzen.
Erste Serienmodelle auf der neuen Plattform sollen bereits 2029 auf den Markt kommen.
