Das können die Windows 11 KI-Funktionen
Was können die KI-Funktionen von Windows 11?
Windows 11 wird stetig um neue Features und KI-Funktionen erweitert. Hier erfährst Du, wie Du Live-Untertitel, die Recall-Funktion und KI-Tools in Notepad aktivierst und einsetzt.
Software-Riese Microsoft erweitert sein neuestes Betriebssystem ständig um neue Funktionen. Dabei schenkt er vor allem den KI-Funktionen viel Beachtung. Neue, leistungsstarke Rechner mit NPUs werden mit umfangreichen KI-Tools ausgestattet, doch auch ältere PCs erhalten stetig neue Grundfunktionen. Dazu gehören einige nützliche Features wie Live-Untertitel. Mit der richtigen Hardware lässt sich auf Windows 11 sogar eine Echtzeit-Übersetzung aktivieren. Und suchst Du nach etwas, das Du vor kurzem auf dem Bildschirm gesehen hast, dann hilft Dir Recall. Neue werden jedoch nicht immer angezeigt und müssen erst aktiviert werden.
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Untertitel automatisch von KI erstellen lassen
Die Live-Untertitel wandeln automatisch gesprochene Sprache in Text um, indem sie die Audiosignale erkennen und als Untertitel anzeigen. Die KI ist dabei nicht auf spezielle Apps angewiesen und kann jedes Audiosignal erkennen. Untertitel lassen sich so auf YouTube anzeigen, bei Video-Inhalten im Browser, in der Mediathek, Podcasts, Hörbüchern und sogar live bei der Videokonferenz. Die Umwandlung geschieht direkt auf dem Rechner. Dementsprechend kannst Du die Untertitel auch auf der Festplatte speichern.
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Dafür musst Du die Funktion jedoch erst aktivieren. Drücke „Windows + STRG + L“ und wähle hier die „Einstellungen“ aus. Suche nach der „Barrierefreiheit“ und dann nach „Untertitel“. Hier aktivierst Du die Funktion „Live-Untertitel“. Damit das funktioniert, muss Windows jedoch erst die passenden Sprachpakete herunterladen.
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In den Einstellungen lassen sich weitere Konfigurationen der Untertitel vornehmen. Klicke auf das Zahnrad-Symbol, um die Position, Schriftgröße und Schriftfarbe zu ändern. Du kannst den Text am Bildschirmrand oben oder unten anzeigen lassen oder er bewegt sich frei über den Screen. Zudem kannst Du veranlassen, dass die Live-Untertitel auch das Mikrofon erkennen und somit Deine eigenen Worte mit Untertiteln versehen.
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Die Live-Untertitel können zudem Schimpfworte erkennen und auf Wunsch filtern. Allerdings kann die Funktion nur Gespräche erkennen. Bei Musik werden keine Untertitel angezeigt. Das gilt ebenso für jedwede anderen Geräusche. Sollten Sprache und Geräusche aufeinandertreffen, dann wird die Funktion sehr wahrscheinlich keine Untertitel anzeigen.
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Live-Übersetzung: Nur mit der richtigen Hardware
Während die Live-Untertitel für alle PCs mit Windows 11 zur Verfügung stehen, sieht das bei der Übersetzung anders aus. Dein PC benötigt dafür Copilot+ mit einer leistungsstarken NPU und einem modernen Prozessor. Aktuell kann die Funktion Audioinhalte aus 40 Sprachen ins Englische und aus 27 Sprachen ins vereinfachte Chinesisch übersetzen. Die Übersetzungen geschehen in Echtzeit und lassen sich ohne Cloud gleich auf dem Rechner speichern.
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Andere Zielsprachen gibt es bislang nicht. Solltest Du auf eine deutsche Übersetzung Wert legen, dann helfen Dir die KI-Funktionen von Windows 11 nicht weiter. Du kannst stattdessen auf die Untertitelfunktionen von YouTube oder Netflix zurückgreifen. Zudem könnten einige Browser-Erweiterungen bei der Übersetzung helfen.
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Ohne einen modernen Rechner mit aktueller KI-fähiger Hardware und Copilot+ wird lokal nichts übersetzt. Zwar hat Microsoft auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 bekanntgegeben, KI-Funktionen wie die Übersetzung auch auf reguläre Hardware zu erweitern. Allerdings ist unklar, wann der Hersteller diese Funktion auch für PCs ohne Copilot+ zur Verfügung stellen will. Zumindest besteht so die Chance, dass auch Nutzer eines PCs ohne KI-fähige Prozessoren moderne KI-Anwendungen nutzen können.
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Recall für die Bildschirmsuche
Die KI-Funktion Recall erstellt alle paar Sekunden einen Schnappschuss Deines Bildschirms. Die Schnappschüsse werden dann verschlüsselt und lokal auf der Festplatte gespeichert. Somit kannst Du überprüfen, was Du in den vorigen Minuten gesehen hast und was auf Deinem Bildschirm geschehen ist. Wenn Du Dich nicht an den Namen einer Datei erinnerst, den Ordner nicht wiederfindest oder Du in einer Programmansicht zurückspulen willst, hilft Recall.
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Ganz unbedenklich ist der Einsatz der Recall-Funktion jedoch nicht, da sie eine Verletzung der Privatsphäre und des Datenschutzes darstellen kann. Zwar kann es Dir viel Mühe und Zeit ersparen, mit der Recall-Funktion Ordner und Dateien zu finden, ohne viel herumklicken zu müssen. Allerdings gehören dazu auch Messenger-Nachrichten, sensible Bankdaten und andere persönliche Daten. Microsoft hat einen Filter für persönliche Daten eingebaut, perfekt ist dieser aber nicht. Signal und der Brave-Browser haben bereits bekannt gegeben, ihre Benutzeroberflächen nicht von Recall aufzeichnen zu lassen.
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Microsofts eigene Sicherheitsvorkehrungen umfassen unter anderem die Anmeldung über Windows Hello. Zudem ist Recall auf Deine explizite Zustimmung angewiesen. Ohne diese werden keine Schnappschüsse erstellt. Zudem wird ein moderner Rechner mit Copilot+ und Pro Quartal benötigt. Um die Aufnahmen speichern zu können, müssen bis zu 25 GB an Speicher frei sein.
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Hast Du Recall bereits eingerichtet, willst aber die Schnappschüsse komplett deaktivieren? Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest Du dafür die „Einstellungen“ aufrufen, gefolgt von „Datenschutz und Sicherheit“ und hier dann „Recall und Snapshots“. Deaktiviere die Funktion. In den Einstellungen löschst Du ebenfalls alle bisher getätigten Aufnahmen. Im Internet finden sich ebenfalls Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur gründlichen Löschung der Snapshots.
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Solltest Du weiterhin wegen Datenschutz und Privatsphäre Bedenken haben, dann kannst Du das kostenlose Ashampoo-Tool „Stop Recall“ ausprobieren. Dieses Tool überprüft die Registry zur Deaktivierung von Recall. Zudem kannst Du damit die KI-Funktion unkompliziert deaktivieren. Es kann sinnvoll sein, das Tool nach jedem Update heranzuziehen, falls die Einstellungen geändert wurden.
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KI-Funktionen im Editor und von Copilot
Wie weit sich KI-Funktionen im Betriebssystem ausbreiten, zeigt mittlerweile auch der Editor. Die KI kann Dir dabei helfen, Deine Notizen zusammenzufassen oder neu zu schreiben. Du aktivierst die KI-Funktion über das Zahnrad oben rechts. Klicke hier auf die Einstellungen und suche nach der Option. Sobald das geschehen ist, kannst Du Textabschnitte markieren und dann mit der rechten Maustaste die KI kommentieren lassen. Über die Einstellungen schaltest Du diese Funktion wieder ab.
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Wesentlich umfangreicher sind die Funktionen des Copilot-Assistenten. Er steht Dir für Fragen und Antworten zur Verfügung, erstellt Texte, schreibt diese um oder findet für Dich die gewünschten Einstellungen. Weiterhin lässt er sich als Such-Tool nutzen. Die alte Windows-Suche steht weiterhin bereit, soll aber mit der Zeit von „Ask Copilot“ ersetzt werden. Die Tastenkombination „Windows + C“ reicht aus, um den Copiloten aufzurufen. Für einige Funktionen ist jedoch ein Microsoft-Konto notwendig.