Das waren die Selbstzünder-Highlights
BMW hat im neuen 3er (G50) den Diesel komplett gestrichen. Wir blicken zurück auf die Selbstzünder-Highlights der früheren Generationen.
Auch wenn BMW als Synonym für Reihensechszylinder-Benziner steht, haben Dieselmotoren bei den Bayern schon lange Tradition. Während in den Baureihen 1er, 2er, 4er, 5er, 7er, X1, X2, X3, X5, X6 und X7 Selbstzünder noch zu haben sind, hat BMW dieses Antriebsprinzip im neuen 3er (G50) gestrichen. Stopp: In der 3er Touring-Variante, die noch auf der alten Baureihe (G20) basiert, sind Diesel noch zu haben.
Mit 86 PS ging es los
Aber blicken wir zurück auf die Diesel-Geschichte im 3er. Los ging es in der Baureihe E30. Im 324d kam 1985 der erste Selbstzünder. Der Reihensechszylinder-Saugdiesel leistete aus 2,5 Liter Hubraum bescheidene 86 PS und 152 Nm Drehmoment. Zwei Jahre später wurde im 324td eine Turbo-Variante nachgeschoben, die dann schon 115 PS und 220 Nm an den Start brachte.
Ein breiteres Dieselangebot kam mit dem E36 ab 1991. Der Vierzylinder-Turbodiesel mit 1,7 Liter Hubraum im 318tds stellte 90 PS und 190 Nm bereit. 325td und 325tds setzten wieder auf einen Reihensechszylinder mit 2,5 Liter Hubvolumen. Die Leistung lag bei 115 PS und 222 Nm respektive 143 PS und 260 Nm.
Leistung kam mit dem E46
Ganz neue Leistungssphären erreichten die Selbstzünder im E46 ab 1998. Als Zweiliter-Vierzylinder mit Turboaufladung war der Diesel als 318d/td und als 320d/td zu haben. Das Leistungsspektrum reichte von 116 PS und 265 Nm über 136 PS und 280 Nm bis hin zu 150 PS und 330 Nm. Alle waren über 200 km/h schnell. So richtig kräftig präsentierten sich die Dreiliter-Reihensechszylinder in den 330d-Varianten. Hier wurden anfangs 184 PS und 390 Nm, später dann 204 PS und 410 Nm Drehmoment geboten. Die Top-Variante erreichte beachtliche 242 km/h Top-Speed.
Ab 2005 folgten die Diesel-Modelle der Baureihe E90. Neu waren hier die Partikelfilter und Common-Rail-Einspritztechnik. Als Basis-Selbstzünder fungierte der 316d mit 116 PS und 260 Nm. Der 318d war mit 122 PS und 280 Nm und später mit 143 PS und bis zu 320 Nm zu haben. Im 320d standen verschiedene Leistungsstufen bereit: Los ging es mit 150 PS und 340 Nm. Die 163-PS-Variante brachte es auf bis zu 380 Nm. Weitere Versionen kamen auf 177 PS und 350 Nm sowie auf 184 PS und 380 Nm. Bis hierhin setzten alle Diesel auf zwei Liter Hubraum und vier Zylinder.
Diesel erstmals mit 250-km/h-Limit
In den Versionen 325d, 330d und 335d durfte dann wieder ein Dreiliter-Reihensechszylinder ran. Der 25er war mit 197 PS und 400 Nm sowie mit 204 PS und 430 Nm im Angebot. Im 330d schoben dann schon 231 PS und 500 Nm oder später sogar 245 PS und 520 Nm an. Der 330d war der erste 3er-Selbstzünder, der bei 250 km/h abgeregelt wurde. Das galt natürlich auch für den 335d, der es auf satte 286 PS und 580 Nm brachte.
Im F30 ab 2011 wurden im Grunde die Motoren aus dem Vorgänger übernommen, allerdings angepasst. Der 316d war mit 116 PS und 260, später 270 Nm zu haben. Im 318d standen 143 und später 150 PS mit 320 Nm bereit. Der 320d war in Versionen mit 163, 190, 218 und 224 PS sowie Drehmomenten von 380 bis 450 Nm zu haben. Die Sechszylinder in 330d und 335d kamen auf beachtliche 258 PS und 560 Nm respektive auf 313 PS und 630 Nm.
Das letzte volle Selbstzünder-Angebot kam mit dem G20 ab 2019. Die jetzt mild hybridisierten Zweiliter-Vierzylinder in 318d und 320d leisten 150 PS/320 Nm und 190 PS/400 Nm. Die ebenfalls hybridisierten Dreiliter-Sechszylinder in 330d und 340d bieten mit 265 PS/580 Nm, 286 PS/650 Nm und 340 PS/700 Nm Leistung satt. Die meisten Triebwerke profitieren dabei von einer Biturbo-Aufladung.
Top-Diesel kommt von Alpina
Den potentesten Selbstzünder in einem 3er lieferte allerdings Alpina auf Basis der G20-Baureihe. Im Alpina D3 S holten die Buchloer aus dem Dreiliter-Biturbo 355 PS und 730 Nm. Ohne die bei BMW typische 250-km/h-Limitierung darf der D3 S frei rennen und erreicht so bis zu 273 km/h Topspeed.
