Wie der R5 Elektro, nur als Sportwagen
Alpine zitiert sich selbst: Die A310 Vision nutzt Stilelemente der 1971 präsentierten A310 und der 1975 präsentierten A310 V6.
Alpine präsentiert in Paris einen Elektro-Sportwagen im Retro-Look. Die A310 Vision auf Basis der Alpine Performance Plattform (APP) zeigt im Design klare Kante. Wiederholt die Sportwagenmarke das Erfolgsrezept von Renault?
Retro-Design, Elektro-Plattform: Damit holt Renault derzeit viele Kunden ab. R4 und R5 nutzen Stilelemente historischer Modelle, das macht sympathisch und senkt die Einstiegshürde für Elektro-Neulinge. Alpine, die Sportwagenmarke des Konzerns, schöpft ebenfalls aus einer großartigen Historie und nutzt für die Studie A310 Vision die Formensprache vergangener Jahrzehnte für ein Modell der Zukunft. Der Öffentlichkeit zeigt Alpine die A310 Vision während der Mondial de l'Auto in Paris (12. bis 18. Oktober), wir konnten die Studie vorab im Studio sehen.
Die Zukunft von Alpine: Das ist APP
Darunter steckt die Alpine Performance Platform (APP), also die technische Grundlage der künftigen elektrischen A110. Die Elektro-Plattform ist leicht und flexibel: genietete und geklebte Strangpressprofile und Niederdruckgussteile aus Aluminium bilden das Rückgrat für Antrieb, Fahrwerk und Karosserie. Doppelquerlenkerachsen führen die Räder. Zusätzlich zum Heckmotor kann auch ein Frontmotor eingesetzt werden – der Elektro-Sportwagen würde so zum Allradler. Mit skalierbaren Akkus lassen sich unterschiedliche Antriebe darstellen. Eine zentrale Steuereinheit, das Alpine Dynamic Module (ADM) synchronisiert die Technik vom Fahrwerk bis zum Antrieb. Die Karosserieform ist flexibel: Es kann ein Coupé oder Cabrio mit einer oder zwei Sitzreihen sein.
Retro-futuristisch im Stil der 70er und 80er
Während Alpine mit der A110 die frühen Modelle aus Dieppe neu interpretiert, zeigt die A310 Vision klare Kante: Die neue Studie erscheint zum 55. Geburtstag der A310 und zum 50. Geburtstag der A310 V6. Die Daten verweisen tief in die 70er, doch Details wie die breiten Radhäuser und der Spoiler am Heck zitieren das Design der 80er-Jahre. Die zugespitzte Front mit ihren schmalen Scheinwerfern und die stark gewölbten Radläufe erinnern entfernt an die Cokebottle-Corvette C3. Alpine nennt das Design "Retro-futuristisch" und beschreibt das gesetzte Ziel so: "das Wesen eines typischen Designs der 70er Jahre – schlicht, ausdrucksstark und zeitlos – einzufangen und eine zeitgemäße Interpretation davon zu bieten".
Die Taille der Studie ist stark eingezogen, Flügel flankieren die Vorderräder. Der untere Teil der Karosserie ist dunkelgrau, der obere Teil passend zum Chassismaterial aluminiumfarben. Kabine und Türen sind mit dunklem Glas halbtransparent. Über das unverglaste Heck ziehen sich vertikale und horizontale Lichtstreifen, ein kantiger Spoiler stellt sich dem Auftrieb entgegen.
Die Proportionen und Linien gehören zu einer flachen und breiten Karosserie: Die 4,55 Meter lange Studie ist 2,03 Meter breit und 1,18 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,45 Meter. Über die technischen Daten ist nichts bekannt.
