... der nur über die notwendigen Sicherheitsfeatures verfügt und
marginal in den Bereichen Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremsen
optimiert werden darf.
Kein aufwendiges Spiel mit dem Wind, keine
Aerodynamik-Schachtelei mit Luftströmen und Wirbelschleppen.
Aero-Entwicklungen wie Dive Planes, Turning Vanes oder Gurney-Kante
fehlen komplett.
... eine rennmäßige Abgasanlage und ein Einmassenschwungrad, die
einen marginalen PS-Zuschlag im Bereich von unter fünf Prozent
erbringen, sind alles, was das Reglement erlaubt.
Natürlich kommen andere Dämpfer zum Einsatz, im Prinzip jene
einstellbaren Renndämpfer von Öhlins, die auch in den
BMW-Werksautos in der Tourenwagen-WM montiert werden.
Die makellose, gedrungen-sportliche Linienführung des M3 Coupés
bleibt vollständig erhalten und absolut clean -
Produktionssportwagen-Sport alter Schule sozusagen.
Aber wehe, die Drosselklappen blasen ihm den Marsch. Dann
entwickelt der Vierventiler eine frenetische Akustik und feuert
garstige Salven durch die sonst so liebliche Stille der
Provence.
Um auf das momentan von der FIA geforderte Gewicht von 1.425
Kilogramm zu kommen, musste man eh um 50 Kilogramm aufstocken. Und
das geschah der Logik folgend natürlich im Heckbereich.
Ob in schnellen oder langsamen Ecken, beim Anbremsen oder
Herausbeschleunigen – in allen eventuell kritischen Momenten
vermittelt der Renn-M3 eine überzeugende typisch bayerische
Bierruhe.
Anhand dieser Vorgaben erfolgt dann der finale Feinschliff, um
den M3 zur Arbeit an einem Ort einzuschwören, an dem Tausende im
Mai Urlaub machen - die Nordschleife des Nürburgrings.