Zugunglück Spanien: Royals aus vier Ländern trauern mit Felipe
Die Königshäuser Schwedens, Norwegens und der Niederlande sowie Fürst Albert II. von Monaco haben nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien ihr Mitgefühl bekundet. Bei dem Zusammenstoß zweier Züge nahe der Gemeinde Urda in der Provinz Toledo am Mittwoch kamen Medienberichten zufolge mindestens 68 Menschen ums Leben. Die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha sprach von über 100 Verletzten. Drei der vier Kondolenzschreiben sind direkt an König Felipe VI. (58) adressiert.
Noch am Unglückstag sandte das schwedische Königshaus ein Telegramm nach Madrid. "Die Königin und ich möchten unser tiefstes Beileid zum tragischen Verlust von Menschenleben nach dem Unglück des Hochgeschwindigkeitszugs zwischen Madrid und Sevilla aussprechen", formuliert König Carl XVI. Gustaf darin. Das Königspaar teile die Trauer mit den Angehörigen der Opfer und dem spanischen Volk, so das auf der Website des Hofes veröffentlichte Schreiben. "Unsere Gedanken sind auch bei den Verletzten."
Haakon kondoliert im Namen Norwegens
Emotionaler wirkt die Botschaft aus Oslo, die ebenfalls vom 28. Oktober stammt. König Haakon erklärt, die Nachricht von der tödlichen Katastrophe nahe Toledo, die so viele Menschenleben gefordert habe, mache ihn zutiefst traurig. "Im Namen von mir selbst und dem norwegischen Volk möchte ich Ihnen und den Menschen in Spanien mein aufrichtiges Beileid aussprechen", heißt es auf der Website des norwegischen Königshauses.
Gleichzeitig bittet Haakon den spanischen Monarchen, sein tiefes Mitgefühl an die Hinterbliebenen und alle weiteren Betroffenen zu übermitteln. Das Schreiben trägt schlicht die Unterschrift "Haakon R".
Willem-Alexander und Máxima wählen zwei Sprachen
Das niederländische Königspaar richtete sich nicht an Felipe, sondern unmittelbar an die Betroffenen. "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen der Zugkatastrophe bei Urda in Spanien", teilen König Willem-Alexander und Königin Máxima auf dem Instagram-Account des Königshauses mit. Der schreckliche Unfall habe viele Familien in tiefe Trauer gestürzt.
Ihr Mitgefühl gelte ebenso allen Verletzten sowie jenen, die um ihre Angehörigen bangen. Das Königshaus publizierte die Botschaft sowohl auf Niederländisch als auch direkt darunter in spanischer Übersetzung.
Albert würdigt die Rettungskräfte
Fürst Albert II. wählte ebenfalls Instagram als Kanal, entschied sich jedoch für die Form eines Briefes an Felipe. "Fürstin Charlène und ich haben mit großer Bewegung von dem dramatischen Zugunglück in der Region Toledo erfahren", schreibt er auf dem Account des monegassischen Fürstenpalasts. Seine Familie und die gesamte Bevölkerung Monacos teilten seine tiefe Trauer.
Als einziger der vier Staatsoberhäupter erwähnt Albert ausdrücklich die Einsatzkräfte. Neben den trauernden Familien und den Verletzten gälten seine Gedanken allen Rettungsteams vor Ort.
Felipe unterbricht offiziellen Termin
Der spanische König selbst hatte sich bereits via Instagram an die Angehörigen der Opfer gewandt. Laut einem Beitrag des Königshauses spreche er ihnen sein Beileid und sein tiefes Mitgefühl aus, sichere den Betroffenen Unterstützung zu und danke den Rettungskräften. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sich Felipe in Bétera bei Valencia, wo er an einer Militärübung teilnehmen sollte. Medienberichten zufolge kürzte er den Termin ab, um sich in Madrid über die Situation zu informieren. Die offiziellen Termine der folgenden zwei Tage seien abgesagt worden.
Für Spanien ist es bereits die zweite schwere Zugkatastrophe in diesem Jahr. Im Januar waren in Adamuz 46 Menschen gestorben. Felipe und Königin Letizia hatten damals eine private Reise nach Athen zur Beisetzung von Felipes Tante Prinzessin Irene von Griechenland unterbrochen, um den Unfallort sowie Verletzte im Krankenhaus Reina Sofía in Córdoba zu besuchen.