Uganda bei Harrys Invictus Games: Kehrtwende nach Absage
Überraschende Kehrtwende: Nachdem Uganda seine Teilnahme an Prinz Harrys (42) Invictus Games erst kürzlich abgesagt hatte, werden Athletinnen und Athleten des Landes nun doch bei den Spielen antreten. Das meldet unter anderem die BBC.
Ursprünglich wollte Uganda König Charles III. (77) nicht durch eine Teilnahme verärgern - diese Sorgen scheinen mittlerweile jedoch beseitigt. Nach einem Telefonat habe die militärische Führung des ostafrikanischen Staates ihre Entscheidung revidiert und sei nun bereit, Sportlerinnen und Sportler zu entsenden.
Welche Entwicklungen gingen der Entscheidung voraus?
Das ostafrikanische Land war erst vor Kurzem der Invictus-Gemeinschaft beigetreten und im Juli als 26. Nation aufgenommen worden. Bei den Invictus Games, die Harry vor über einem Jahrzehnt gegründet hat, messen sich verwundete, verletzte oder erkrankte Militärangehörige sowie Veteraninnen und Veteranen in verschiedenen Disziplinen.
Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Uganda keine Delegation nach Birmingham entsenden wolle, wo im kommenden Jahr die nächste Ausgabe der Spiele stattfindet. Die Absage wurde als Reaktion auf das belastete Verhältnis zwischen Harry, seiner Frau Meghan (45) und dem britischen Königshaus interpretiert.
Muhoozi Kainerugaba, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Sohn von Präsident Yoweri Museveni, hatte unter anderem auf der Social-Media-Plattform X erklärt, man wolle nicht den Eindruck erwecken, gegen König Charles III. zu handeln. Man verehre Charles zutiefst, ziehe sich daher von den Invictus Games zurück und wolle an keinen Aktivitäten mitwirken, die nicht vom König gebilligt seien.
Nach einem Telefonat mit Sir Clive Alderton, dem Privatsekretär von Charles, habe sich die Haltung der ugandischen Militärführung geändert, berichtet der britische Rundfunk. Der König habe "kein Problem" mit einer Teilnahme des Landes signalisiert. Laut einem Militärsprecher habe der Privatsekretär Uganda sogar ermuntert, sich auf die Spiele vorzubereiten. General Kainerugaba habe daraufhin zugesichert, die Vorbereitungen für die Teilnahme weiterzuführen.