Thomas Markle: Enkelin äußert sich zu Missbrauchsvorwürfen
Noelle Rasmussen, Nichte von Herzogin Meghan (45), hat sich erstmals öffentlich zu den Anschuldigungen gegen ihren Großvater Thomas Markle (82) geäußert. Im Interview mit dem britischen "Telegraph" in ihrer Heimatstadt Albuquerque in New Mexico erklärte sie, die Nachricht überrasche sie "umso weniger, je mehr ich darüber nachdenke".
Thomas Markle werden auf den Philippinen gravierende Vergehen im Zusammenhang mit Kinderpornografie zur Last gelegt. Sein Sohn Thomas Markle Jr., Meghans Halbbruder, soll im Haus des Vaters in dem südostasiatischen Land "Hunderte, wenn nicht Tausende" Missbrauchsdarstellungen als Bilder und Videos entdeckt haben. Thomas Markle weist die Vorwürfe zurück, mit minderjährigen Mädchen sexuelle Kontakte gehabt und entsprechendes Material besessen zu haben. Eine Anklage liegt bislang nicht vor, die regionalen Behörden auf den Philippinen prüfen jedoch das sichergestellte Material.
Unbehagen bereits in der Kindheit
In ihrer Kindheit habe sie ihren Großvater nur selten getroffen und dies damals mit der räumlichen Distanz erklärt. Heute interpretiert sie diese Begegnungen anders: "Vielleicht war es eine Stimmung, die ich unbewusst wahrgenommen habe. Man registriert es nicht aktiv. Aber der Körper sagt einem, wenn etwas nicht stimmt."
Sie selbst sei nie von Thomas Markle missbraucht worden. Ob andere Familienmitglieder betroffen gewesen seien, könne sie jedoch nicht ausschließen. Dass sie selbst verschont geblieben sei, führt sie auch auf ihre Großmutter zurück. "Wenn sie dich geliebt hat, wäre sie bis ans Ende der Welt gegangen, um dich zu beschützen."
Der Brief, der nie beim FBI landete
Gemeint ist Roslyn Loveless, Thomas Markles erste Ehefrau, die 2024 verstarb. Sie hatte 2019 in einem Schreiben an die Londoner Metropolitan Police ihre Sorge um die Sicherheit von Herzogin Meghan und Prinz Harry zum Ausdruck gebracht und ihren Ex-Mann der Pädophilie beschuldigt. Thomas Markle habe ihr erzählt, er reise auf die Philippinen und nach Thailand, "weil Zwölfjährige dort legal sind". Scotland Yard setzte Herzogin Meghan über die Anschuldigungen in Kenntnis. Den Kontakt zu ihrem Vater hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits beendet.
"Ich erinnere mich, wie sie den Brief geschrieben hat", behauptete Rasmussen nun. Dass die Polizei versäumt habe, ihn weiterzuleiten, sei für sie kaum nachvollziehbar: "Das ist ein Versagen des Systems. Es ist peinlich."
Rasmussens Mutter Samantha Markle nimmt ihren Vater hingegen in Schutz. Die Vorwürfe seien aus "Hass und Verbitterung" entstanden, außerdem bezeichnete sie Loveless als Alkoholikerin. Die Enkelin widerspricht dem vehement: "Sie hat einfach die Wahrheit gesagt, egal wie hässlich sie war."
Solidarität mit Meghan
Mit Herzogin Meghan habe Rasmussen nach eigener Aussage seit Jahren keinen Kontakt. Deren Haltung unterstützt sie dennoch. Als Thomas Markle im Dezember 2025 nach einer Beinamputation auf den Philippinen im Krankenhaus behandelt wurde, soll Meghan ihm geschrieben haben, dass es nicht sicher sei, ihn in der Nähe von Kindern zu haben, und er Archie und Lilibet niemals kennenlernen werde.
"Ich unterstütze ihre Entscheidung, ihre Kinder von ihm fernzuhalten", sagte Rasmussen. "Ich würde meine Kinder auch nicht in der Nähe von jemandem haben wollen, dem Kindesmissbrauch vorgeworfen wird."