Royal Ascot 2026: Dresscode, Traditionen und Zugangsregeln
Royal Ascot gilt als das prestigeträchtigste Pferderennen Großbritanniens und folgt Bräuchen, die zum Teil mehrere Jahrhunderte zurückreichen. König Charles (77), Königin Camilla (78) sowie weitere Mitglieder des Königshauses halten diese Traditionen bis heute aufrecht. Die nächste Ausgabe des Events findet vom 16. bis 20. Juni 2026 statt - hier die wichtigsten Fakten für Royal-Begeisterte.
Der königliche Kutschenumzug
Ohne die Königsfamilie wäre Royal Ascot undenkbar: Seit 1825 gehört die royale Prozession fest zum Programm des Events in Berkshire. König Georg IV. (1762-1830) begründete seinerzeit die Tradition, per Pferdekutsche von Schloss Windsor zur Rennstrecke zu gelangen. Bis heute eröffnet eine solche Kutschfahrt jeden Renntag exakt um 14:00 Uhr - das Hissen der königlichen Standarte signalisiert den Beginn.
Die fünftägige Veranstaltung war über Jahrzehnte hinweg das Lieblingsereignis der verstorbenen Queen Elizabeth II. (1926-2022). Auch nach ihrem Tod bleibt der Auftritt hochrangiger Royals einer der Höhepunkte des gesellschaftlichen Spektakels.
Der exklusive Royal Enclosure
Der seit 1845 offiziell so bezeichnete Royal Enclosure stellt nach wie vor den vornehmsten Zuschauerbereich der Rennbahn dar und ist ausschließlich Mitgliedern sowie deren Begleitungen vorbehalten. Das Aufnahmeverfahren folgt strengen Regeln: Wer beitreten möchte, muss laut der Ascot-Website von zwei zugangsberechtigten Mitgliedern empfohlen werden. Die Aufnahmegebühr liegt bei 150 Pfund (rund 170 Euro). Ein Essen im Royal Enclosure startet Medienberichten zufolge bei umgerechnet etwa 1.700 Euro.
Die traditionsreichen Greencoats
Die Greencoats zählen zu den ältesten zeremoniellen Funktionen in Ascot und versehen ihren Dienst seit 1744 auf dem Gelände. Ursprünglich oblag ihnen die Aufgabe, den Monarchen zu begleiten und während des Events für Ordnung zu sorgen. Heute kümmern sie sich um Empfang und Betreuung der Gäste. Ihre charakteristischen Samtuniformen wurden Gerüchten zufolge einst aus übriggebliebenen Vorhangstoffen von Schloss Windsor geschneidert.
Strenge Vorschriften für Hüte und Garderobe
Ohne Kopfbedeckung ist ein Besuch von Royal Ascot ausgeschlossen. Das Pferderennen wartet mit rigiden Bekleidungsregeln auf. Hüte - allen voran der legendäre Zylinder - haben sich zum Erkennungszeichen der Veranstaltung entwickelt.
Auch für Damen sind Hüte obligatorisch, wobei ein Mindestdurchmesser von etwa zehn Zentimetern vorgeschrieben ist. Die Kleiderordnung für weibliche Gäste im Royal Enclosure verlangt außerdem Kleider oder Röcke, die mindestens bis zum Knie reichen. Miniröcke sind untersagt, Hosenanzüge hingegen zulässig. Bei Oberteilen dürfen Träger nicht schmaler als 2,5 Zentimeter sein. Trägerlose, schulterfreie oder Neckholder-Oberteile sind ebenso wenig gestattet wie transparente Materialien oder sichtbares Dekolleté.
Herren erscheinen im Royal Enclosure im Zylinder zu Frack oder Cutaway. Die Anzüge müssen in Schwarz, Grau oder Marineblau gehalten sein. Zusätzlich zum Hut sind Weste und Krawatte vorgeschrieben. An den Füßen sind ausschließlich schwarze, elegante Schuhe erlaubt - die Socken müssen dabei die Knöchel bedecken.