Prinzessin Märtha Louise: 55. Geburtstag überschattet von Trauer
Ihren 55. Geburtstag verbringt Prinzessin Märtha Louise von Norwegen am Dienstag fernab der Öffentlichkeit. "Der Tag selbst wird im privaten Rahmen gefeiert", erklärte ihre Managerin Carina Scheele Carlsen gegenüber der Nachrichtenagentur NTB, wie die Zeitung "VG" berichtet.
Große Feierlichkeiten dürften für die Schwester von König Haakon VIII. (53) derzeit ohnehin nicht infrage kommen - ihr Ehrentag fällt in eine Zeit tiefer Trauer. Am 28. August starb ihr Vater, König Harald (1937-2026). Nur einen Tag nach ihrem Geburtstag, am Mittwoch, nimmt die Familie Abschied von Prinzessin Astrid (1932-2026), der Schwester Haralds. Die Tante von Märtha Louise war lediglich zwei Tage nach dem Staatsbegräbnis für König Harald am 9. September verstorben.
Emotionaler Abschied vom verstorbenen Vater
Der Verlust des Königs hat Märtha Louise zutiefst erschüttert. Während der Trauerfeier konnte sie ihre Tränen nicht zurückhalten. Auch Ehemann Durek Verrett (51) verbarg seinen Schmerz nicht und würdigte seinen Schwiegervater in den sozialen Medien - er habe ihn stets "Papa" genannt.
Harald hatte seiner Tochter über viele Jahre den Rücken gestärkt, selbst wenn ihre Ansichten auseinandergingen. Als ihre geschäftlichen Aktivitäten erneut Schlagzeilen machten und Stimmen forderten, sie solle ihren Prinzessinnentitel ablegen, bezog er Position: "Der Titel bedeutet eigentlich nur, dass sie unsere Tochter ist. Das wird sie auch ohne Titel sein." Den kontrovers diskutierten Schamanen Verrett akzeptierte er als Schwiegersohn. Im August 2024 heiratete das Paar bei einer großen Zeremonie im westnorwegischen Geiranger.
Töchter als wichtigster Rückhalt
Ihre engsten Bezugspersonen sind Märtha Louises drei Töchter Maud Angelica, Leah Isadora und Emma Tallulah. Sie entstammen der Verbindung mit Schriftsteller Ari Behn, von dem sich die Prinzessin 2017 trennte. Zwei Jahre darauf folgte ein Schicksalsschlag: Behn nahm sich das Leben. Zuletzt bangte Märtha Louise auch um ihren jetzigen Ehemann. Nach langjährigen Nierenproblemen musste sich Verrett einer Nierentransplantation unterziehen.
Eigene Wege statt royaler Verpflichtungen
Als Prinzessin mit eigenwilligem Charakter sorgte Märtha Louise wiederholt für Gesprächsstoff. 2019 tourte sie gemeinsam mit Verrett durch das Land - unter dem Titel "Die Prinzessin und der Schamane". 2022 zog sie sich von ihren offiziellen Aufgaben für das Königshaus zurück. Mit dem Palast traf sie damals eine Vereinbarung, ihren Titel nicht für kommerzielle Zwecke einzusetzen.
Aktuell ist das Paar in der neuen TV-Serie "Alternatives Norwegen" zu sehen, die Einblicke in sein Geschäft mit Seminaren und Behandlungen gewährt. "Ich hatte so große Angst davor, den Leuten zu sagen, dass ich spirituell bin", bekennt die Prinzessin darin. Die Zugehörigkeit zum Königshaus habe sie verwundbar gemacht. Es sei ihre Pflicht, offen über ihre Spiritualität zu sprechen, um anderen den Weg zu bereiten. Die finale Episode läuft Ende Oktober, wie es danach weitergeht, bleibt abzuwarten. Ihr Einzelunternehmen mit Kursen, Vorträgen und Lesungen betreibt sie weiterhin.