Prinz William: Warum er Harrys Versöhnungswunsch ablehnt
Das Verhältnis zwischen Prinz William (44) und seinem jüngeren Bruder Prinz Harry (42) liegt seit Jahren auf Eis. Daran wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Laut der britischen Zeitung "Daily Mirror", die sich auf eine Person aus Williams engem Umfeld beruft, schließt der Thronfolger eine Aussöhnung mit Harry gegenwärtig aus. Selbst dessen jüngster Versuch einer öffentlichen Annäherung habe daran nichts geändert.
Der Prinz von Wales sei nach wie vor zutiefst gekränkt von den zahlreichen Aussagen, die Harry in der Öffentlichkeit über ihn und andere Mitglieder des Königshauses getätigt habe, so der Informant. Eine Wiederannäherung komme für William deshalb momentan nicht infrage.
Die Quelle verweist außerdem auf die aktuellen Termine der Royals: den Staatsbesuch des Sultans von Oman, das Gedenken an die Bergbaukatastrophe von Aberfan vor 60 Jahren sowie die Vorbereitungen auf anstehende Auslandsreisen. Diese Angelegenheiten seien es, die für William, seine Gattin Kate (44), König Charles III. (77) und Königin Camilla (79) wirklich Priorität hätten. Dazu zähle ausdrücklich nicht, jedes Mal auf Harry einzugehen, wenn dieser ein neues Interview gebe.
Harry sehnt sich nach Ende des Familienkonflikts
Die klaren Worte aus Williams Umfeld sind eine Reaktion auf ein Interview, das Harry dem US-Magazin "GQ" gegeben hatte. Darin äußerte sich der Herzog von Sussex offen über das angespannte Verhältnis zu seinem Vater und seinem Bruder. Auf die Frage, ob ihn die zerrütteten Familienbeziehungen belasteten, entgegnete er: "Ja, natürlich."
Gleichzeitig unterstrich Harry seinen Wunsch nach Versöhnung. "Manche Menschen wollen nicht, dass es funktioniert. Ich möchte, dass es funktioniert", sagte er. Angesichts der zahlreichen Probleme weltweit sei Aussöhnung das Wichtigste. Zwar hinterließen Verletzungen dauerhafte Narben, doch er wolle die Vergangenheit ruhen lassen.
Brüder seit Jahren im Clinch
Der Konflikt zwischen den beiden Söhnen von Charles und Prinzessin Diana (1961-1997) eskalierte nach dem Rückzug von Harry und Herzogin Meghan (45) aus dem britischen Königshaus im Jahr 2020. In Interviews, einer Netflix-Dokumentation sowie seiner Autobiografie "Reserve" erhob Harry gravierende Vorwürfe gegen seine Familie. Unter anderem behauptete er, William habe ihn während eines Streits körperlich attackiert.
Harry und Meghan leben mittlerweile mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) wieder in Großbritannien. Im "GQ"-Interview gab Harry an, er freue sich darüber, seiner Familie wieder näher zu sein. Ob sich dadurch irgendwann auch das Verhältnis zu William bessert, bleibt allerdings ungewiss.