Prinz William trägt Möbel für Obdachlose - Homewards-Jubiläum
Anlässlich des dreijährigen Jubiläums seiner Initiative "Homewards" hat Prinz William (44) in Aberdeen tatkräftig mitangepackt. Der britische Thronfolger half dabei, eine Wohnung für den Mieter einer Wohnungsbaugesellschaft einzurichten. Mit dem Projekt kämpft William gegen Obdachlosigkeit in sämtlichen Ausprägungen. In der kleinen Ein-Zimmer-Wohnung am Stadtrand trug der Royal persönlich einen Esszimmerstuhl über drei Stockwerke nach oben, während Mitarbeitende die restlichen Einrichtungsgegenstände nachlieferten. Im Anschluss besichtigte der Prinz die neue Unterkunft.
In den angrenzenden Büroräumen der Wohnungsbaugesellschaft befüllte William eine Mehrweg-Einkaufstasche mit Putzmitteln, die für ein weiteres frisch bezogenes Zuhause vorgesehen waren. "All das gibt den Menschen das Gefühl, dass es ein Zuhause ist und nicht nur ein Ort, an dem sie bleiben müssen", erklärte er laut "STV News".
Der Royal überrascht mit humorvoller Selbstironie
Ein kleines Missverständnis sorgte für Erheiterung: Als Helen Gauld, Chefin von Langstane, die gespendeten Heißluftfritteusen (englisch: "air fryers") erwähnte, verstand der Prinz laut "PA Media" "hair dryers" (Haartrockner). Schlagfertig entgegnete er: "Manche von uns brauchen keine Haartrockner" - eine augenzwinkernde Anspielung auf sein schütteres Haar.
Bereits zuvor hatte William bei einem Auftritt in der Londoner Tate Modern Bilanz gezogen. "Drei Jahre später hat 'Homewards' mehr als 73 Menschen zu einer festen Bleibe verholfen, mehr als 250 Menschen in Beschäftigung gebracht und Tausende erreicht, bevor sie in eine Krise gerieten", berichtete er über das 2023 gestartete Projekt. Dies seien keine reinen Statistiken, sondern Menschen, die "ein Zuhause, einen Job und eine Zukunft haben, die noch vor wenigen Jahren ganz anders ausgesehen hätte". Obdachlosigkeit sei "kein individuelles Versagen, sondern ein systemisches Versagen".
Innerhalb der vergangenen drei Jahre seien 1,9 Millionen Pfund über den Homewards Fund an die sechs Projektstandorte geflossen. Zusätzliche 3,5 Millionen Pfund stammten aus Fördermitteln und privaten Spenden. Darüber hinaus wurden überschüssige Waren im Wert von 2,3 Millionen Pfund zur Ausstattung von Wohnungen eingesetzt. Die Möbel für die Aberdeener Wohnung kamen von Unternehmen wie Ikea; gespendet wurden außerdem Reinigungsmittel sowie Haushaltsgeräte wie Staubsauger und die besagten Heißluftfritteusen.