Prinz Harry zurück in England: Versöhnung mit William möglich?
Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) planen mit ihren Kindern die Rückkehr nach Großbritannien. Für den Herzog von Sussex bedeutet dieser Schritt nicht nur mehr Kontakt zu seinem Vater König Charles III. (77), sondern auch unmittelbare Nähe zu seinem Bruder Prinz William (44). Bietet der Umzug womöglich eine Gelegenheit zur Aussöhnung der verfeindeten Brüder? Konkrete Hinweise darauf fehlen bislang - doch in den kommenden Monaten dürften sich ihre Wege unweigerlich öfter kreuzen.
Zwischen William und Harry herrscht seit Jahren Schweigen. Spätestens mit Harrys Autobiografie "Reserve" eskalierte der Konflikt endgültig. Darin beschrieb Harry unter anderem eine handgreifliche Auseinandersetzung mit seinem Bruder. Die öffentlichen Anschuldigungen von Harry und Meghan gegen das Königshaus haben das Verhältnis zusätzlich schwer beschädigt. Von einer Annäherung zwischen den Brüdern ist bisher nichts zu erkennen.
Harry rückt William geografisch näher
Jetzt jedoch ändern sich die Rahmenbedingungen grundlegend. Harry und Meghan beabsichtigen, künftig einen größeren Teil ihrer Zeit in Großbritannien zu verbringen. Archie (7) und Lilibet (5) sollen ab September dort zur Schule gehen. Die Sussexes werden zwar weiterhin keine offiziellen royalen Pflichten übernehmen, leben aber dennoch wieder in deutlich größerer Nähe zur königlichen Familie.
König Charles und Harry haben sich zuletzt bereits wieder angenähert. Im Juli kam es zu einem privaten Treffen von Vater und Sohn in Highgrove. Auch Meghan und die Kinder nahmen an einem Familientreffen teil. Für Charles bietet die Rückkehr vor allem die Möglichkeit, seine Enkelkinder regelmäßiger zu sehen.
Bei William gestaltet sich die Situation anders. Der Thronfolger und sein jüngerer Bruder haben sich bisher nicht öffentlich angenähert. Beobachter sehen daher keinen unmittelbaren Anlass zur Annahme, dass sich der Konflikt allein durch Harrys Heimkehr auflösen wird.
2027 steht ein Wiedersehen bevor
Ein Aufeinandertreffen der beiden Brüder lässt sich spätestens im kommenden Jahr wohl kaum vermeiden. Am 31. August 2027 jährt sich der Tod von Prinzessin Diana zum 30. Mal. William und Harry stehen damit vor einem Gedenkjahr, das beide auf sehr persönliche Weise berührt.
Diana kam 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Ihre beiden Söhne waren damals 15 und zwölf Jahre alt. Trotz ihrer später völlig unterschiedlichen Lebenswege verbindet sie bis heute das Andenken an ihre Mutter. 2021 stellten William und Harry ihre Differenzen zumindest kurzzeitig zurück, als sie gemeinsam eine Statue zu Ehren Dianas im Sunken Garden des Kensington-Palasts enthüllten.
Auch der Diana Award verbindet die Brüder weiterhin: Beide engagieren sich für die Organisation, die junge Menschen fördert. Mit Blick auf 2027 stellt sich daher die Frage, ob sie Dianas 30. Todestag gemeinsam würdigen werden - und ob ein solcher Anlass möglicherweise sogar die Chance für ein persönliches Gespräch eröffnet.
Eine Aussöhnung bleibt möglich
Harry selbst hat in der Vergangenheit wiederholt betont, dass er sich eine Versöhnung mit seiner Familie wünscht. Seine Rückkehr nach Großbritannien könnte nun zumindest die Voraussetzungen dafür schaffen. Wer wieder regelmäßig im selben Land lebt, hat zwangsläufig mehr Gelegenheiten für private Begegnungen.