Prinz Harry: Sentebale setzt Verleumdungsklage gegen Royal aus
Die Verleumdungsklage der Wohltätigkeitsorganisation Sentebale gegen Prinz Harry (42) wurde laut "The Telegraph" auf Eis gelegt. Der Royal hatte die Charity 2006 gemeinsam mit Prinz Seeiso von Lesotho (60) ins Leben gerufen. In der Klage aus dem Frühjahr wird Harry vorgeworfen, den Ruf der Organisation beschädigt zu haben. Auch ein weiteres früheres Mitglied von Sentebale wurde verklagt.
Die Wohltätigkeitsorganisation beschuldigt beide, "die Drahtzieher einer negativen Medienkampagne" gewesen zu sein, die Sentebale und deren Führung geschadet sowie den Ruf der Organisation beschädigt habe. Die beiden Beklagten hatten die "beleidigenden und schädigenden Behauptungen" kategorisch zurückgewiesen.
Niederlage vor Gericht könnte existenzbedrohend sein
Nach Informationen des "Telegraph" ruht das Verfahren nun aufgrund möglicher finanzieller Schwierigkeiten. Es bestehe die Sorge, dass eine juristische Niederlage die Charity zur Aufgabe ihres Betriebs zwingen könnte, um die Anwaltskosten begleichen zu können.
Sentebale und der Herzog von Sussex haben sich dem Bericht zufolge auf eine Fristverlängerung für die Einreichung der Empfangsbestätigung sowie der Klageerwiderung verständigt. Dies führte zur Unterbrechung des Verfahrens.
Die Wohltätigkeitsorganisation verzeichnete laut dem Bericht einen Einnahmenrückgang von 20 Prozent. Prinz Harry hatte über Jahre hinweg mit Polospielen Spendengelder für Sentebale gesammelt. Der Royal habe in Bezug auf die Klage gegen ihn klargestellt, dass er bereit sei, vor Gericht zu ziehen, um seinen Namen reinzuwaschen, so "The Telegraph". Sollte er dort gewinnen, müsste Sentebale möglicherweise sowohl die Kosten beider Parteien als auch eine eventuelle Entschädigung zahlen.
Machtkämpfe eskalierten 2025
Sentebale wurde mit dem Ziel gegründet, HIV-betroffene Kinder in Lesotho und Botswana zu unterstützen. Prinz Harry und Prinz Seeiso von Lesotho verkündeten im März 2025 ihren Rücktritt - Auslöser waren interne Machtkämpfe und ein heftiger Streit mit der Vorsitzenden Dr. Sophie Chandauka.
Beide Seiten erhoben gegenseitig Vorwürfe wegen unangemessenen Verhaltens. Die "Charity Commission", zuständig für die Aufsicht über Wohltätigkeitsorganisationen, schaltete sich ein. Ihre im August 2025 abgeschlossene Untersuchung gab allen Beteiligten eine Mitschuld an den Problemen. Zudem wurde kritisiert, dass der Konflikt öffentlich ausgetragen worden sei, was Sentebale geschadet habe.