Prinz Harry in Washington: Veteranen-Termin trotz Umzugs-News
Prinz Harry (41) zeigte sich am Mittwochabend in einem Washingtoner Hotel von seiner besten Seite. In einem Saal voller Veteranen begrüßte der Herzog von Sussex die Anwesenden mit einem strahlenden Lächeln. Aufnahmen des Events zeigen den Royal im eleganten dunklen Anzug, vor ihm am Rednerpult eine kleine Union-Jack-Flagge. Ausgerechnet an diesem Tag verbreitete sich die Nachricht, dass Harry gemeinsam mit Herzogin Meghan (45) nach sechs Jahren in Kalifornien wieder nach Großbritannien übersiedeln will.
Zum geplanten Umzug selbst verlor Harry an diesem Abend kein Wort, wie unter anderem die "Washington Post" berichtet. Eine Stellungnahme verweigerte er auf Anfrage. Stattdessen widmete er sich rund anderthalb Stunden seinem Herzensanliegen: der Unterstützung verwundeter Soldaten.
"Die Welt braucht mehr Helden"
Gastgeber des Abends war The Independence Fund, eine Organisation zur Unterstützung von Veteranen. Mit am Tisch saßen ehemalige Militärangehörige, Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, Familienangehörige sowie Leiter von Hilfsorganisationen.
Harry plädierte eindringlich dafür, die Kompetenzen von Veteranen auf dem zivilen Arbeitsmarkt besser zu nutzen. "Die Welt braucht mehr Helden", erklärte er vor den Anwesenden. "Und es geht nicht darum, mehr Helden zu schaffen, denn sie leben bereits unter uns. Es geht darum, ihre Expertise und ihre Erfahrungen wirklich wertzuschätzen." Zudem kündigte der 41-Jährige an, bald eine "kommerzielle" Lösung präsentieren zu wollen. Diese solle Menschen mit Militärdienst würdigen, anstatt von ihnen unbezahltes Engagement zu erwarten.
Der Royal diente selbst zehn Jahre in der britischen Armee und erreichte den Rang eines Captains. Zweimal war er in Afghanistan stationiert. 2014 rief er die Invictus Games ins Leben. Bereits am Vormittag hatte Harry auf dem Nationalfriedhof Arlington einen Kranz niedergelegt und das Militärkrankenhaus Walter Reed besucht.
Die Details zur Großbritannien-Rückkehr
Mehrere britische Medien bestätigten am Mittwoch, dass Harry und Meghan Ende des Monats mit ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) für einen "längeren Zeitraum" nach Großbritannien zurückkehren werden. Den Berichten zufolge bezieht die Familie keine königliche Residenz. Der Buckingham Palace, insbesondere Harrys Vater König Charles, sei über die Pläne informiert worden.
Im Januar 2020 hatte das Paar seinen Rückzug aus dem engsten Kreis der Royals und den Umzug in die USA verkündet. Anschließend vertiefte sich der Bruch mit der Königsfamilie - zunächst durch brisante Aussagen im Interview mit Oprah Winfrey, später durch Harrys Autobiografie "Reserve".
Im Juli sahen Meghan und die Kinder König Charles erstmals seit Jahren wieder. Mit Prinz William und Prinzessin Kate habe es hingegen keinen Kontakt gegeben. Das Verhältnis zwischen den Brüdern gilt nach wie vor als stark belastet.