Papst Leo XIV. Krebs-OP: Fürst Albert und Charlène senden Brief
Das monegassische Fürstenpaar hat Papst Leo XIV. (71) seine Unterstützung ausgesprochen. Fürst Albert II. (68) und Fürstin Charlène (48) wandten sich mit einem persönlichen Schreiben an das Oberhaupt der katholischen Kirche, wie der Fürstenpalast auf Instagram mitteilte. Der Brief trägt das Datum des vergangenen Montags und wurde von Albert unterzeichnet. Am Dienstag unterzog sich der Papst in der römischen Gemelli-Klinik einer Operation, bei der die Gewebeanalyse ein Lungenadenokarzinom bestätigte.
In dem Schreiben zeigen sich Albert und Charlène "zutiefst bewegt" von der Mitteilung, die Leo XIV. nach dem Angelusgebet am 11. Oktober der Öffentlichkeit verkündet hatte. Dabei teilte der Pontifex mit, dass bei einer Routineuntersuchung ein Knoten in seiner Lunge festgestellt worden sei.
Das Fürstenpaar äußerte seine Erleichterung darüber, dass Leo XIV. den erforderlichen Eingriff ohne Aufschub durchführen lasse. "Fürstin Charlène und ich möchten Ihnen gemeinsam mit unserer Familie und dem gesamten Fürstentum unsere ganze Unterstützung und unsere inständigen Gebete zusichern", heißt es in Alberts Brief.
Eingriff in römischer Gemelli-Klinik
Nach Angaben des Vatikans entfernten die Mediziner den unteren Lappen des rechten Lungenflügels. Die pathologischen Untersuchungen ergaben daraufhin die Diagnose Lungenkrebs. Der Eingriff verlief nach offiziellen Angaben erfolgreich und komplikationslos. Der Papst wird voraussichtlich etwa eine Woche im Krankenhaus verbleiben, sämtliche Audienzen wurden bis zum 20. Oktober ausgesetzt.
Albert und Charlène wünschen dem Kirchenoberhaupt baldige und vollständige Genesung, damit er sein Amt mit voller Energie weiterführen könne - eines, "das die Welt mehr denn je braucht". Die Verbindung zwischen Monaco und dem Vatikan ist traditionell eng, der katholische Glaube ist in der monegassischen Verfassung festgeschrieben. Noch im März hatte Leo XIV. das Fürstentum besucht. Im September begegneten Albert und Charlène ihm bei einer Konferenz erneut.
Britischer Monarch sendet privates Schreiben
Ebenso hat sich König Charles III. (77) an den Papst gewandt. Wie "Hello!" erfahren haben will, übermittelte der britische Monarch ein privates Schreiben. Über den Inhalt ist nichts bekannt. Die Geste hat eine besonders persönliche Dimension: Bei Charles wurde 2024 selbst Krebs diagnostiziert. Er befindet sich weiterhin in Behandlung, die zu Jahresbeginn jedoch reduziert wurde.
Im vergangenen Oktober hatten Charles und Königin Camilla (79) den Papst während ihres Staatsbesuchs im Vatikan getroffen. Charles betete dabei als erster britischer Monarch seit 1534 öffentlich gemeinsam mit einem Papst.
Aus Deutschland übermittelte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) Genesungswünsche. Er hoffe auf eine vollständige Genesung des Papstes, berichtet "Vatican News" unter Berufung auf die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA). "Die Stimme des Papstes zu den aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit ist für viele Menschen weltweit, auch in Deutschland, über die konfessionellen Grenzen hinaus von besonderer Bedeutung und wertvoll", erklärte Steinmeier.
Besonders groß fällt die Anteilnahme in den USA aus, dem Geburtsland des Papstes. Laut "Vatican News" kamen dort Menschen spontan zu Gebeten zusammen. US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich auf X: Er und seine Frau Jeanette beteten für die Gesundheit des Pontifex. "Möge der Herr ihm Kraft geben und der Heilige Geist die medizinischen Fachkräfte leiten, die sich um den Heiligen Vater kümmern", schrieb Rubio.