Marius Borg Høiby: Urteilsverkündung per Video aus dem Gefängnis
Am kommenden Montag wird Marius Borg Høiby (29) nicht persönlich vor Gericht erscheinen, wenn sein Urteil verkündet wird. Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) wird die Entscheidung laut übereinstimmenden Medienberichten per Videoverbindung aus dem Gefängnis verfolgen - "aus dokumentierten gesundheitlichen Gründen", wie das Bezirksgericht Oslo erklärte. Seine Verteidigerin Ellen Holager Andenæs bestätigte diese Regelung, äußerte sich jedoch nicht näher zum Gesundheitszustand ihres Mandanten. Berichten zufolge war Høiby am Mittwoch in ein Krankenhaus gebracht worden.
Aufsehenerregendes Verfahren vor dem Abschluss
Am Montagvormittag soll das Urteil in dem vielbeachteten Prozess fallen. Dem ältesten Sohn der Kronprinzessin aus einer früheren Beziehung werden 40 Anklagepunkte vorgeworfen. Laut Anklage soll er nach norwegischem Recht vier Frauen im Schlaf vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten beantragt.
So zeigt sich das norwegische Königshaus auf Instagram:
Gericht lehnte Haftentlassung ab
Høiby hatte zuletzt einen Antrag gestellt, die Untersuchungshaft verlassen zu dürfen, um bei seiner schwer erkrankten Mutter zu sein. Ein Berufungsgericht wies diesen Antrag jedoch zurück. Laut dem norwegischen Sender NRK bestehe weiterhin ein hohes Risiko, dass Høiby bei einer Freilassung erneut straffällig werde. Die Richter begründeten dies insbesondere mit einem Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, das der 29-Jährige in der Vergangenheit wiederholt missachtet habe.
Kronprinzessin benötigt Spenderlunge
Kronprinzessin Mette-Marit, die Mutter von Høiby, ist an der unheilbaren Lungenkrankheit Lungenfibrose erkrankt. Ihr Gesundheitszustand hat sich zuletzt erheblich verschlechtert. Erst vergangene Woche wurde öffentlich, dass sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation aufgenommen wurde.