Königin Sonja in Spanien: Gedenken an Opfer des Zugunglücks
Bei einem offiziellen Termin in Spanien hat Königin Sonja (89) der Opfer der schweren Zugkatastrophe nahe Toledo gedacht. Im Rahmen der Eröffnung einer Ausstellung im Picasso-Museum in Málaga drückte die norwegische Monarchin den Betroffenen und Hinterbliebenen ihr Beileid aus. "Ich möchte allen, die in dieser schwierigen Zeit trauern, mein tiefstes Mitgefühl und meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen", erklärte sie laut "NRK" während ihrer Ansprache.
Die Zugkatastrophe hatte sich am Mittwoch in der Nähe der spanischen Stadt Toledo ereignet. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge waren kollidiert. Mindestens 69 Menschen verloren dabei ihr Leben, zahlreiche weitere erlitten Verletzungen. Spanien ordnete daraufhin eine dreitägige Staatstrauer an.
Sonja eröffnete ihre Rede mit persönlichen Worten zur Tragödie. "Meine Gedanken sind bei all jenen, die ihre Angehörigen verloren haben, bei ihren Familien und Freunden und bei allen, die von diesem tragischen Ereignis betroffen sind", so die Königin. Auch in Málaga stand der Besuch im Zeichen des Unglücks: Vor Beginn der Ausstellungseröffnung wurde eine Schweigeminute eingelegt. Ein geplantes festliches Dinner wurde gestrichen.
Erste Auslandsreise nach König Haralds Tod
Die Königin war nach Málaga gekommen, um die Ausstellung "Munch-Picasso" im Museo Picasso zu eröffnen. Die Schau vereint mehr als 100 Werke des norwegischen Malers Edvard Munch und des spanischen Künstlers Pablo Picasso. In ihrer Ansprache sprach Sonja auch über ihre persönliche Beziehung zu beiden Künstlern. Bereits als Jugendliche habe sie sich von Picassos Kunst inspirieren lassen. Munchs Werke hingegen hätten sie ihr ganzes Leben lang begleitet.
Die Reise ist etwas Besonderes für die norwegische Königin: Es ist ihr erster Auslandsbesuch seit dem Tod ihres Ehemanns König Harald (1937-2026) Ende August. Am Freitag steht zudem ein Besuch der norwegischen Schule in Arroyo de la Miel auf dem Programm.