Königin Mary trifft Gisèle Pelicot in Dänemark - alle Details
Königin Mary (54) von Dänemark hat Gisèle Pelicot (73) auf Schloss Fredensborg empfangen. Das dänische Königshaus verkündete das Treffen über seinen Instagram-Kanal. Zu den veröffentlichten Aufnahmen schreibt der Palast: "Im Jahr 2024 bestand die Französin Gisèle Pelicot - geleitet von der Überzeugung, dass 'die Scham die Seite wechseln muss' - darauf, den Prozess im Zusammenhang mit dem größten Vergewaltigungsfall Frankreichs öffentlich zugänglich zu machen."Pelicots "erschütternde Geschichte und ihr Mut, offen darüber zu sprechen, haben bei Ihrer Majestät der Königin großen Eindruck hinterlassen".
Gleichermaßen bemerkenswert seien "die stoische Ruhe, die sie während des gesamten Verfahrens bewies, sowie ihre würdevolle Stimme, die eine breite öffentliche Debatte über sexuelle Gewalt gegen Frauen angestoßen und zu einem tieferen Verständnis für dieses Thema beigetragen" haben, so das dänische Königshaus weiter.
Worüber Mary und Pelicot sprachen
Während des Treffens zwischen der dänischen Monarchin und Gisèle Pelicot in Fredensborg tauschten sich die beiden Frauen laut Palast unter anderem über Pelicots internationalen Bestseller aus - ihre Autobiografie "Eine Hymne an das Leben". Zudem sprachen sie über ihr aktuelles Leben und die Frage, wie sie ihre Bekanntheit zum Nutzen anderer Betroffener einsetzen konnte.
Die Französin erlangte 2024 weltweite Aufmerksamkeit, als sie forderte, dass der Vergewaltigungsprozess gegen ihren Ehemann und weitere Beschuldigte öffentlich stattfinden solle. Ihr damaliger Mann hatte sie über Jahre hinweg wiederholt betäubt, missbraucht und von anderen Männern vergewaltigen lassen.
Königin Camilla empfing Pelicot bereits im Februar
Bereits im Februar hatte Königin Camilla (78) Gisèle Pelicot in ihrer Londoner Residenz Clarence House empfangen. Der Buckingham Palace veröffentlichte seinerzeit ein Foto der beiden Frauen. Camilla hatte schon 2025, nach Ende des Prozesses, brieflich Kontakt zu Pelicot aufgenommen. Dabei lobte sie die 73-Jährige für ihren "Mut" und schrieb: "Ich wollte Ihnen unbedingt schreiben, um Ihnen meine aufrichtige Bewunderung für den Mut und die Würde auszudrücken, mit denen Sie den schrecklichen Verbrechen begegnet sind, die an Ihnen begangen wurden."
In ihrem Schreiben soll Camilla Pelicot zudem mitgeteilt haben, dass sie "Frauen auf der ganzen Welt inspiriert" und "ein starkes Vermächtnis geschaffen hat, das die Erzählung rund um Scham für immer verändern wird".