Ingrid Alexandra tröstet Bruder Sverre Magnus bei Trauerfeier
Der Abschied von König Harald V. (1937-2026) hinterließ am Mittwoch sichtbare Spuren bei der gesamten norwegischen Königsfamilie. In der Osloer Domkirche fiel besonders eine Szene auf: Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) tröstete ihren jüngeren Bruder Prinz Sverre Magnus (20), der seine Tränen kaum zurückhalten konnte. Ein Moment, der zeigt, wie natürlich die 22-Jährige bereits ihre neue Position als Thronfolgerin ausfüllt.
Es war nur ein kurzer Augenblick, der jedoch viel über das Verhältnis der Geschwister verrät: Während der Gedenkfeier für ihren verstorbenen Großvater saß Ingrid Alexandra neben Sverre Magnus. Als dieser sichtlich mit seinen Gefühlen rang, wandte sich seine ältere Schwester ihm zu und spendete ihm Beistand.
So zeigt sich das norwegische Königshaus auf Instagram:
Ingrid Alexandra rückt zur Thronfolgerin auf
Für beide Geschwister war es ein besonders schwerer Tag. Harald war für sie nicht nur das Staatsoberhaupt ihres Landes, sondern auch ihr Großvater. Zugleich hat sein Ableben die Position der beiden innerhalb der Monarchie grundlegend verändert.
Mit Haralds Tod und der Thronbesteigung ihres Vaters König Haakon VIII. (53) wurde Ingrid Alexandra offiziell zur Kronprinzessin. Sie nimmt nun den ersten Platz in der norwegischen Thronfolge ein. Ihr Bruder Sverre Magnus rückte auf Position zwei.
Wie stark sich ihre Stellung gewandelt hat, zeigte sich bereits beim Trauerzug vom Königspalast zur Domkirche. Ingrid Alexandra schritt gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder unmittelbar hinter dem Sarg ihres Großvaters. Die Kronprinzessin nahm damit eine zentrale Rolle bei einem der bedeutendsten royalen Anlässe des Jahres ein.
Wechsel von Sydney nach Oslo
Das Leben der 22-Jährigen hat sich in den vergangenen Monaten grundlegend gewandelt. Im August 2025 hatte die damals noch auf Rang zwei der Thronfolge stehende Prinzessin ein Studium an der University of Sydney aufgenommen. Dort belegte sie einen Bachelorstudiengang mit Fokus auf internationale Beziehungen und politische Ökonomie.
Mittlerweile ist Ingrid Alexandra jedoch nach Oslo zurückgekehrt. Im Herbstsemester 2026 absolviert sie ein Austauschprogramm an der Universität Oslo, wo sie sich unter anderem mit vergleichender Politikwissenschaft und Konfliktforschung befasst. Dieser Schritt hing auch mit der schweren Erkrankung ihrer Mutter Mette-Marit zusammen: Das Königshaus teilte im Juni mit, Ingrid Alexandra sei nach Norwegen zurückgekehrt, um ihrer Familie näher zu sein.