Harry und Meghan: Royaler Auftritt in Nottingham trotz Palast-Verbot
Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) haben am Donnerstag erstmals seit ihrer Rückkehr nach Großbritannien gemeinsam einen öffentlichen Termin wahrgenommen. Zusammen mit ihren Kindern war das Paar Ende August 2026 ins Vereinigte Königreich zurückgekehrt. Nun besuchten die Sussexes drei Wohltätigkeitsorganisationen in Nottingham.
Der Ort hat für Harry und Meghan besondere Bedeutung: 2017 reisten sie zum ersten Mal als Paar dorthin, kurz nachdem sie ihre Verlobung öffentlich gemacht hatten. Die frühere US-Schauspielerin wurde damals offiziell als arbeitendes Mitglied der königlichen Familie vorgestellt. Ein Jahr später gaben sich die beiden in Windsor das Jawort.
Buckingham-Palast stuft Harry und Meghan als "Privatpersonen" ein
Seither hat sich vieles verändert. Nach internen Konflikten legten Harry und Meghan 2020 ihre Rolle als aktive Royals nieder. Das Paar siedelte in die USA über und erwarb ein Anwesen in Kalifornien. In der Folgezeit äußerten die beiden öffentlich Kritik am Königshaus - in Interviews, in ihrer Netflix-Dokumentation "Harry & Meghan" von 2022 sowie in Harrys aufsehenerregenden Memoiren "Spare" aus dem Jahr 2023.
Das Verhältnis zwischen den Sussexes und der königlichen Familie gilt nach wie vor als belastet. Nach ihrer Ankunft in Großbritannien Ende August 2026 stellte der Palast unmissverständlich klar, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan keine offiziellen royalen Aufgaben im Land übernehmen dürfen. Diese Botschaft ging aus einem Schreiben hervor, das der Lord Chamberlain im Auftrag von König Charles (77) versandt hatte.
Die zentrale Aussage: Sämtliche Termine des Paares finden in privater Funktion statt. Harry und Meghan repräsentieren dabei nicht das Königshaus. Die Anrede HRH - His und Her Royal Highness - bleibt ihnen weiterhin untersagt; sie werden als Privatpersonen betrachtet. Die BBC wertete das Schreiben als Klarstellung, die verdeutlichen solle, dass Auftritte der Sussexes nicht als royale Veranstaltungen zu verstehen seien.
Nottingham-Besuch wirkte wie offizieller royaler Termin
Der jüngste Auftritt in Nottingham - für Meghan war es der erste dieser Art seit Jahren auf britischem Boden - war formal kein royaler Termin. In vielen Aspekten erweckte er jedoch genau diesen Eindruck. Harry und Meghan statteten Wohltätigkeitsorganisationen Besuche ab und trafen Ehrenamtliche - ganz wie aktive Mitglieder des Königshauses.
Vor Ort versammelte sich eine jubelnde Menschenmenge. Die Sussexes schritten an den Fans vorbei, schüttelten Hände und nahmen Geschenke sowie Blumen entgegen - typisch royales Auftreten. Es fehlten lediglich eine offizielle Zeremonie, hochrangige Würdenträger und eine auffällige Polizeipräsenz, wie die BBC berichtet.
In dem Bericht heißt es weiter: "Wenn man Harry und Meghan aus nächster Nähe beobachtet, fällt einem auf, wie selbstverständlich sie sich bei solchen Wohltätigkeitsveranstaltungen bewegen". Dies sei die große Stärke der Sussexes, "und Meghan bringt dabei diese typisch amerikanische Selbstsicherheit mit".
Sussexes setzen sich über Palast-Vorgabe hinweg
Veranstaltungen der Sussexes wie der Nottingham-Besuch kommen offiziellen royalen Terminen so nah wie nur möglich, analysiert auch die "Daily Mail". "Die naheliegende Frage lautet: Was kann der Palast dagegen tun?", fragt das Blatt. Die Antwort falle ernüchternd aus: "sehr wenig". Der Palast habe seinen Standpunkt deutlich gemacht, doch Harry und Meghan hätten beschlossen, "ihn zu ignorieren". Das Königshaus sei zweifellos verärgert.
Gemeinsame öffentliche Auftritte von Harry und Meghan sollen allerdings eher selten bleiben. Vertreter des Paares betonten laut BBC, dass beide eigene Projekte verfolgen, auf die sie sich fokussieren möchten. So plant Meghan beispielsweise, eine britische Version ihrer Lifestyle-Marke "As Ever" einzuführen - möglicherweise noch vor den Weihnachtsfeiertagen.