Charles Spencer: Fehler in Diana-Buch - Piers Morgan klagt
Charles Spencer (62) hat sich öffentlich bei Piers Morgan (61) entschuldigt. Der Grund: Eine falsche Darstellung in seinem neuen Werk über seine verstorbene Schwester Prinzessin Diana (1961-1997). Der britische TV-Journalist hatte zuvor angekündigt, rechtliche Schritte gegen den Earl sowie dessen Verlag Penguin einzuleiten. Vollständig beigelegt ist die Auseinandersetzung jedoch noch nicht.
In "Swan Song: Diana, My Sister" bringt Spencer Morgan mit der Veröffentlichung heimlich aufgenommener Fotos von Diana beim Fitnesstraining in Zusammenhang. Die Aufnahmen erschienen am 7. November 1993 im "Sunday Mirror". Der Earl ging in seinem Buch offenbar davon aus, dass Morgan zu diesem Zeitpunkt bereits für den "Daily Mirror" verantwortlich gewesen sei. Tatsächlich übernahm Morgan diese Position erst im Oktober 1995.
In einer am Dienstag publizierten Stellungnahme gestand Spencer den Irrtum ein. Als Historiker sei ihm Präzision ein Anliegen, hieß es laut "Guardian" darin. Seine Annahme habe sich als falsch erwiesen, weshalb er sich bei Morgan entschuldige. An einer anderen Stelle seiner Schilderung hält Dianas Bruder allerdings fest: Morgan habe verärgert reagiert, als Spencer ihm nach dem Tod seiner Schwester telefonisch mitteilte, dass er nicht zur Beerdigung eingeladen sei. Diese Darstellung bestreitet Morgan ebenfalls.
Charles Spencer: "Ich habe ein Datum falsch"
In einem Interview mit der australischen Nachrichtensendung "7.30" des Senders ABC bestätigte Spencer die Entschuldigung persönlich. "Ich habe ein Datum falsch", erklärte er. Aus diesem Grund sei in seinem Namen eine öffentliche Erklärung abgegeben worden. Zugleich bestand er darauf, dass seine Erinnerung an Morgans Verhalten während des damaligen Telefongesprächs korrekt sei.
Trotz des Fehlers will Spencer sein Buch nicht vollständig vom Markt nehmen. Laut "ABC" soll die betreffende Textstelle im E-Book sowie in kommenden Druckauflagen korrigiert werden. Bereits ausgelieferte Exemplare der Erstauflage bleiben demnach jedoch im Verkauf.
Morgan genügt die Entschuldigung nicht. Gegenüber "ITV News" kündigte er an, weiterhin juristisch gegen Spencer und den Verlag vorzugehen. Seine Anwälte würden ein Schreiben an beide Parteien senden und fordern, die mittlerweile als falsch eingestandenen Behauptungen über ihn aus dem Buch zu streichen. Der Journalist erklärte außerdem, die fehlerhafte Darstellung wecke bei ihm Zweifel an anderen Aussagen in Spencers Werk. Bereits zuvor hatte Morgan in seiner Sendung "Piers Morgan Uncensored" auf den zeitlichen Widerspruch hingewiesen und juristische Konsequenzen angekündigt.