Ian Somerhalder bis Pam Anderson: Diese Serienstars hatten Schulden
Sie verdienen Millionen, aber irgendwann ist nichts mehr davon übrig... Immer wieder gibt es Stars, die aufgrund von Fehlinvestitionen, falscher Beratung oder einem zu ausufernden Lebensstil in finanzielle Schieflagen oder sogar hohe Schulden geraten. Dies sind fünf weltweit bekannte Serienstars, die in den letzten Jahren wegen finanzieller Angelegenheiten in den Schlagzeilen gelandet sind.
Seine Ehefrau half Ian Somerhalder aus den Schulden
Der US-Schauspieler Ian Somerhalder (47) war vor rund 15 bis 20 Jahren einer der wohl angesagtesten Serienstars überhaupt. Mit seiner Rolle in "Vampire Diaries" begeisterte er Millionen, zuvor war er schon in "Lost" zu sehen. Die damalige Popularität der Mystery-Serie kann wohl getrost als ein Mitgrund dafür gesehen werden, warum moderne Serien in den vergangenen Jahren dem typischen Hollywood immer mehr den Rang abgelaufen haben. Doch eine Investition trieb Somerhalder in den Ruin. Nur dank seiner Ehefrau Nikki Reed (37), mit der er seit 2015 verheiratet ist, geht es dem Paar heute wieder gut in Sachen Finanzen.
Schon im Mai 2021 berichtete er auf Instagram erstmals, dass seine Partnerin über einen Zeitraum von rund zwei Jahren daran gearbeitet habe, ihn aus einer "schrecklichen Geschäftssituation" herauszuboxen. Er habe in eine Firma investiert und Banken hohe Gewährleistungen gegeben. Unter anderem aufgrund betrügerischer Vorgänge innerhalb des Unternehmens und beim größten Kunden, habe er plötzlich Schulden in achtstelliger Höhe gehabt.
Seine Frau habe damals ein Team zusammengestellt, um einen Ausweg aus dieser Schuldenfalle zu finden und ihr ganzes Leben der Angelegenheit verschrieben. "Ich verdanke ihr meine körperliche Gesundheit, mein Leben und meine geistige Gesundheit", schrieb er damals. Im Gespräch mit "E! News" erklärt Somerhalder aktuell noch einmal: "Achtstellige Schulden sind schwer abzubauen. Aber Nikki und ich haben es geschafft. Wissen Sie, sie hat uns eigentlich aus diesem Deal herausverhandelt, aber wir haben Häuser, Gemälde, Autos, Uhren, einfach alles, verkauft."
Pamela Anderson, die Steuerschulden und der Nicht-Ehemann
Mit "Baywatch - Die Rettungsschwimmer von Malibu" wurde Pamela Anderson (58) zum Weltstar und zu einem der Sexsymbole der 1990er. Es gab damals laut des Branchenmagazins "Variety" in internationalen Lizenz-Deals sogar "Pamela-Klauseln". Manch Sender wollte demnach nur Episoden kaufen und ausstrahlen, in denen Pam auch zu sehen war. In ihrer ersten "Baywatch"-Staffel verdiente sie laut eigener Angaben nur 1.500 US-Dollar pro Folge. Zum Ende ihrer Zeit bei "Baywatch" sollen es dann aber gut 300.000 Dollar für eine Episode gewesen sein. Ihr Co-Star und Mit-Produzent David Hasselhoff (73) oder andere Produzenten hätten aber noch mehr verdient.
Anderson hatte Berichten zufolge in der Vergangenheit mehrfach mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Das US-Fernsehnetwork ABC schrieb etwa in einem Artikel aus dem Jahr 2010 unter Berufung auf offizielle Dokumente, dass die Schauspielerin angeblich dem Bundesstaat Kalifornien 493.144 Dollar an Steuern schuldete. Ein Anwalt, der damals ein wohlhabenderes Klientel in US-Steuerdingen vertrat, erklärte: "Oftmals sind Prominente Opfer schlechter Ratschläge oder der Inkompetenz ihres Steuerberaters."
Filmproduzent und Andersons offenbar Nicht-Ehemann Jon Peters (80) soll später sechsstellige Schulden der Schauspielerin beglichen haben. Im Jahr 2020 habe er per E-Mail der "Page Six" bestätigt: "Ich habe für Pam alles stehen und liegen lassen. Sie hatte fast 200.000 Dollar an Rechnungen und keine Möglichkeit, diese zu bezahlen, also habe ich sie bezahlt. Und das ist der Dank, den ich dafür bekomme." Zuvor war berichtet worden, dass die beiden geheiratet hätten, nach wenigen Tagen aber schon wieder alles vorbei gewesen sei. Im "Awards Chatter"-Podcast des "Hollywood Reporter" antwortete sie Ende 2024 auf die Frage, was "das größte Missverständnis" über die Schauspielerin sei: "Dass ich sechsmal statt viermal verheiratet war." Sie sei nie mit Peters verheiratet gewesen.
Trotzdem schien den beiden auch Jahre später noch etwas aneinander zu liegen. Er sei großartig und habe viel Einfluss auf ihr Leben, sagte Anderson in dem "Variety"-Interview. Peters verriet: "Ich werde Pamela immer lieben, sie wird immer in meinem Herzen bleiben. Tatsächlich hinterlasse ich ihr in meinem Testament zehn Millionen Dollar. Und sie weiß das nicht einmal. Niemand weiß das. Ich erzähle es hier zum ersten Mal."
Tori Spelling und die Scheidungsunterlagen
Tori Spelling (52), einer der Stars aus dem 90er-Serienhit "Beverly Hills, 90210", hatte in den letzten Jahren offenbar ebenso mit Steuerschulden zu kämpfen, wie etwa im Rahmen ihrer Scheidung von dem Schauspieler Dean McDermott (59) bekannt wurde. "Us Weekly" berichtete im November 2025, dass das Magazin Einsicht in eine Scheidungsvereinbarung gehabt habe. Angeblich sei in dieser vermerkt, dass das ehemalige Paar gemeinsam Steuerschulden in Höhe von 1,7 Millionen US-Dollar begleichen werde.
Auch "People" berichtete in der Vergangenheit mehrfach von angeblichen Finanzproblemen des Ex-Paares, etwa auch von ausstehenden Steuerforderungen. Sie erklärte dem US-Magazin im Jahr 2018, in dem sie noch mit McDermott verheiratet war: "Wir sind nicht perfekt, wir haben finanziell viele Entscheidungen im Immobilienbereich getroffen, die nicht aufgegangen sind... und das hat sich dann zu dieser Geschichte über finanzielle Schwierigkeiten und Insolvenz ausgeweitet. Das verfolgt mich bis heute! Wir sind nicht insolvent, wir haben keine finanziellen Schwierigkeiten, uns geht es gut!"
Mekhi Phifer und die monatlichen Ausgaben
Mekhi Phifer (51) wurde in den 2000er-Jahren zum Star. Er hatte Rollen in Filmen wie "8 Mile" oder der Horror-Neuverfilmung "Dawn of the Dead" aus dem Jahr 2004 und war in mehr als 130 Episoden der beliebten Krankenhausserie "Emergency Room" zu sehen. Wenige Jahre später musste er allerdings Insolvenz anmelden.
Er habe rund 1,3 Millionen US-Dollar an Schulden, berichteten etwa "Entertainment Tonight" und "TMZ" nach Einsicht entsprechender Gerichtsunterlagen im Mai 2014 übereinstimmend. In diesen wurde demnach angegeben, dass der Schauspieler damals gut 7.500 Dollar monatlich verdiente, jeden Monat aber auch Ausgaben von gut 11.500 Dollar verbuchte. Ein Großteil der Schulden war demzufolge ebenso auf die Steuern zurückzuführen - auf Steuernachzahlungen in Höhe von gut 1,2 Millionen Dollar.
Nicolas Cage und die 22 Autos
Nicolas Cage (62), der in den vergangenen Jahren mit Filmen wie "Massive Talent" oder "Longlegs" für viel Aufsehen gesorgt hat, geht bald ebenso unter die Seriendarsteller. In seiner ersten Serien-Hauptrolle wird der Hollywoodstar ab Ende Mai in "Spider-Noir" zu sehen sein. Er spielt basierend auf dem Marvel-Comic "Spider-Man Noir" einen Privatdetektiv im New York City der 1930er-Jahre, der vom Pech verfolgt wird. So fleißig der Star seit Anfang der 1980er schon vor der Kamera ist, so umtriebig soll er im Privatleben gewesen sein.
Selbst nach Hollywood-Standards seien seine Gewohnheiten in Bezug auf Ausgaben "legendär", berichtete ABC im Rahmen einer Klage im November 2009. Alleine im Jahr 2007 habe Cage Immobilien im Wert von gut 33 Millionen US-Dollar, 22 Autos und gut 50 teure Schmuckstücke gekauft, wurde behauptet. Auch seine Steuerschulden waren entsprechend hoch im Vergleich zu anderen offenen Posten, die hier bereits genannt wurden.
Im Januar 2010 erklärte der Star gegenüber "People", dass er im Laufe seiner Karriere bis dato mindestens 70 Millionen Dollar an Steuern gezahlt habe, "leider aufgrund einer aktuellen rechtlichen Situation" aber rund 14 Millionen weitere Dollar an die US-Steuerbehörde IRS zu zahlen seien. Er habe jetzt ein neues Management für geschäftliche Angelegenheiten, und freue sich, "mitteilen zu können, dass ich für das Jahr 2009 auf dem neuesten Stand bin und alle Steuern, einschließlich etwaiger noch festzulegender staatlicher Steuern, bezahlt werden".