Anneke Dürkopp erlitt Fehlgeburt kurz vor TV-Aufzeichnung
Anneke Dürkopp (47) hat im ARD-Podcast "Du fehlst" ausführlich über ihre vier Fehlgeburten gesprochen. Besonders eindrücklich schildert die frühere Sat.1-Wettermoderatorin einen Moment aus ihrem Berufsalltag: Unmittelbar vor einer Aufzeichnung bemerkte sie auf der Toilette eine Blutung.
"Mir war es auch sofort klar, dass es wieder eine Fehlgeburt wird. Ich wusste es sofort", erinnert sich Dürkopp. Trotzdem ging sie anschließend ins Studio und zeichnete ihre Wettermoderation auf. Nach außen habe sie sich nichts anmerken lassen. "Keiner hat gemerkt, wie es mir ging", heißt entsprechend auch die Podcastfolge.
Vier Fehlgeburten auf dem Weg zum Wunschkind
Dass Dürkopp insgesamt vier Fehlgeburten erlitt, hatte sie bereits 2018 öffentlich gemacht. Im Podcast erzählt sie nun ausführlicher, wie sie die einzelnen Verluste erlebte.
Ihre erste Schwangerschaft endete während eines Moderationsjobs in Chicago. Dort bekam sie eine starke Blutung und habe bereits gespürt, dass etwas nicht stimmte. Erst nach der Rückkehr nach Deutschland bestätigte ihre Frauenärztin die Fehlgeburt.
Auch ihre zweite Schwangerschaft verlief nicht glücklich. Dürkopp berichtet von Seh- und Sprachstörungen; bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass sich die Schwangerschaft nicht weiterentwickelte. Danach habe sie viel geweint und geschlafen, sei aber bald wieder arbeiten gegangen und habe "so getan, als wäre nichts gewesen".
Nach der dritten Fehlgeburt, die sich kurz vor der Wetteraufzeichnung ankündigte, wurde schließlich eine Gerinnungsstörung diagnostiziert. Doch auch eine weitere Schwangerschaft endete trotz medikamentöser Behandlung mit einem Verlust.
2019 wurde Dürkopp Mutter
Dürkopp entschied sich schließlich für eine künstliche Befruchtung. Nachdem der erste Versuch scheiterte, klappte es beim zweiten. Im März 2019 brachte sie ihren Sohn zur Welt.
Heute blickt die Moderatorin, die inzwischen für HSE vor der Kamera steht, mit mehr Nachsicht auf die damalige Zeit zurück. Ihrem früheren Ich würde sie heute vor allem raten: "Gönn's dir zu weinen. Sei liebevoller zu dir selbst."