Bernd Trautmann gehörte zu den besten deutschen Torhütern des vergangenen Jahrhunderts. Er starb am 19. Juli 2013 in seiner Wahlheimat Spanien. Spät erfuhr er eine Reihe von Ehrungen in Deutschland. Unter anderem erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Wenige Minuten vor Schluss des FA Cup-Finales wurde Bernd Trautmann bei einem Zusammenprall schwer verletzt. Wie schwer, das ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Und Trautmann wusste nur: "Ich sah nur noch Nebel."
Der Torwart, der mit gebrochenem Genick weiterspielte. Über Monate hinweg musste Bernd Trautmann zur Stabilisation einen Gips tragen. Hier präsentiert er die englische Trophäe für den "Fußballer des Jahres" dem Berliner Bezirksbürgermeister Willy Kressmann.
Gil Murrick (links), Birminghams Torwart, und Bernd Trautmann standen sich im FA Cup-Finale 1956 gegenüber. Murrick hatte bis dahin in 23 Partien für England gespielt. Trautmann wurde für Deutschland nicht ein einziges Mal berufen.
Der damalige DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach (links) und DFB-Präsident Theo Zwanziger (rechts) würdigten im November 2008 die Verdienste von Bernd Trautmann.
Über Jahrzehnte war Bernd Trautmann als Botschafter des deutschen Fußballs weltweit unterwegs. Er glaubte an die Kraft des Fußballs als versöhnendes Element.
Im Mittelpunkt des Kino-Biopics steht Trautmanns (David Kross) Zeit im Gefangenenlager. Bei einem Elfmeterschießen dort verspricht er: "Ich halte jeden." Was er auch tat. In seiner Karriere bei Manchester City waren es mehr als 60 Prozent.
Regisseur Marcus H. Rosenmüller wusste: "Ein bescheidenes, freundliches und sympathisches Wesen musste der Trautmann haben, der ja aus der Sicht der Engländer der Feind war." In David Kross fand er die ideale Besetzung.
1950 heirateten Margaret und Bert Trautmann, im Film gespielt von Freya Mavor und David Kross. Ihr Sohn John kam im Alter von fünf Jahren bei einem Autounfall ums Leben, was im Film auch thematisiert wird.
Früh stand fest, dass David Kross im Kinofilm die Rolle von Trautmann übernehmen würde. Regisseur Marcus H. Rosenmüller: "Ich hatte im Vorfeld doch wirklich vergessen, mich zu erkundigen, ob David auch Fußball spielen kann. Und wie groß war der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, als ich gemerkt habe, dass er Talent hat. Denn die ganzen Szenen mit einem Double zu drehen, wäre fatal gewesen."
Einer der Nachfolger: Joe Hart stand 2013 im Tor von Manchester City. Nach dem Tod von Bernd Trautmann machte er sich wie alle Spieler seiner Mannschaft im Trikot des ehemaligen Torhüters warm.