"Gebt mir etwas Zeit": Hape Kerkelings neuer Film ist im Kasten
Die Dreharbeiten zur Verfilmung von Hape Kerkelings (61) Buch "Gebt mir etwas Zeit" sind beendet. Das teilte die Produktionsfirma UFA mit. Gedreht wurde seit September in Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden, Berlin und Brandenburg.
Auf dem Regiestuhl saß Katja von Garnier (59). Das Drehbuch schrieb Ruth Toma, die bereits Kerkelings Kindheitserinnerungen "Der Junge muss an die frische Luft" fürs Kino umgesetzt hatte. Bis der neue Film auf der Leinwand zu sehen ist, dauert es allerdings noch: Der Kinostart ist für den 21. Oktober 2027 geplant.
Kerkeling ist als Erzähler dabei
Die Hauptrolle übernimmt Ludwig Simon. Er verkörpert den jungen Hape Kerkeling, schlüpft aber auch in die Rolle dessen Vorfahren Barend, dessen Geschichte bis ins Jahr 1620 zurückreicht. Kerkeling selbst begleitet den Film als Erzähler. Lea Drinda übernimmt ebenfalls eine Doppelrolle: Sie spielt sowohl Kerkelings Urgroßmutter Agnes als auch Neeltje van Vliet.
Zur weiteren Besetzung gehören Gijs Blom, Sam Riley, Ursula Werner, Devid Striesow und Selda Kaya. Für Ludwig Simon ist das Projekt auch eine besondere Familienangelegenheit: Sein Vater Devid Striesow spielte Kerkeling 2015 in der Verfilmung von "Ich bin dann mal weg".
Drei Geschichten aus verschiedenen Jahrhunderten
Der Film erzählt von drei Generationen der Familie Kerkeling. Eine Handlung spielt 1987, als Hape kurz vor seinem Durchbruch als Entertainer steht. Seine Homosexualität hält er zu diesem Zeitpunkt noch vor der Öffentlichkeit geheim. In Amsterdam begegnet er Duncan, in den er sich verliebt.
Eine weitere Geschichte führt ins Jahr 1620 und erzählt von seinem Vorfahren Barend. Außerdem geht es um Urgroßmutter Agnes, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine turbulente Liebesgeschichte erlebt.
Die Filmvorlage erschien im September 2024 unter dem Titel "Gebt mir etwas Zeit: Meine Chronik der Ereignisse". Darin verwebt Kerkeling persönliche Erinnerungen an seine Jugend, seine Karriere und seine Beziehung zu Duncan mit einer Reise in die eigene Familiengeschichte. Das Buch schaffte es auf Platz eins der "Spiegel"-Bestsellerliste.