Erstmals im Ziel: Glötzner schafft Top-10-Ergebnis
Der einbeinige Skifahrer kommt bei den Paralympics erstmals ins Ziel.
Der einbeinige Skirennfahrer Christoph Glötzner hat es bei den Paralympischen Winterspielen in Norditalien in die Top 10 geschafft. Bei schwierigen Bedingungen mit reichlich Neuschnee und dichtem Nebel auf der Tofana-Piste fuhr der 22-Jährige im Slalom der stehenden Startklasse in 1:34,93 auf den siebten Platz.
"Eigentlich war schon das große Ziel eine Medaille, vor allem im Slalom", sagte Glötzner dem SID: "Gerade mit den Umständen und den Ausscheidern davor, ist es schon ein Ergebnis, womit man zumindest leben kann."
Nach zwei Läufen hatte Glötzner 6,38 Sekunden Rückstand auf den russischen Sieger Alexej Bugajew (1:28,55), der Bronzerang war 3,20 Sekunden entfernt. Unter den Einbeinern wurde der Oberpfälzer Zweiter. Glötzner fuhr damit sein erstes Paralympics-Ergebnis ein, nachdem er im Riesenslalom im ersten Lauf nach einem Sturz ausgeschieden und in Peking vor vier Jahren bei seinem Debüt ebenfalls nicht ins Ziel gekommen war.
Der Start des Rennens war wegen starker nächtlicher Schneefälle um eine Stunde nach hinten auf 10.00 Uhr verlegt worden. Auch der zweite Lauf begann eine halbe Stunde später als geplant.
In der Klasse der Sehbehinderten fuhr Alexander Rauen mit Guide Jeremias Wilke auf Rang neun (1:44,85). Auf die Medaillen fehlten über 14 Sekunden.