"Freue mich": Zverevs Kampfansage an Sinner und Alcaraz
Der Deutsche erhielt am Montag die Trophäe für die Nummer eins der Welt und richtete den Blick nach vorne.
Alexander Zverev hat nach dem Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste den Blick nach vorne gerichtet - vor allem auf künftige Duelle mit den Branchenriesen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. "Ich hatte eine tolle Saison, aber es gibt natürlich noch so viele andere Dinge, die ich erreichen will", sagte Zverev am Montagnachmittag im Rahmen der Ehrung als neue Nummer eins in Paris: "Es ist wichtig, feste Ziele zu haben. Ich freue mich auf die Herausforderung, wenn die beiden Besten wieder voll da sind und darauf, gegen sie anzutreten."
Zverev wird seit Wochenbeginn erstmals offiziell als Weltranglistenerster geführt, im Rahmen des ATP-Masters in Paris erhielt er nun die Trophäe für die Nummer eins. Ein Vergleich dieses Erfolgs mit seinen ersten Grand-Slam-Triumphen in Paris und New York in diesem Jahr fiel dem Deutschen schwer.
"Als ich meinen ersten Grand Slam gewonnen habe, waren es andere Emotionen", sagte Zverev: "Ich hatte viele Enttäuschungen, viele harte Momente, viele Niederlagen in Finals. Ich dachte, dass ich es vielleicht niemals schaffe. Daher war es dann die größte Erleichterung, die ich je in meiner Karriere gespürt habe." Für die Nummer eins "musst du über ein ganzes Jahr die beste Saison spielen. Es ist ein völlig anderes Gefühl, aber auch das fühlt sich besonders an."
Zverev ist der erste deutsche Mann an der Spitze der Tennis-Weltrangliste seit Boris Becker im Jahr 1991. Bei seinem Weg an die Spitze profitierte er auch von den langwierigen Verletzungen seiner Hauptkonkurrenten Sinner (Italien) und Alcaraz (Spanien), die sich 2025 noch alle vier Grand-Slam-Titel untereinander aufgeteilt hatten - und im neuen Jahr wieder angreifen wollen.
Beim Masters in Paris genießt Zverev zunächst ein Freilos, sein Auftaktmatch bestreitet er am Mittwoch gegen den Italiener Lorenzo Musetti.