Der "Ice-Man": Zverevs Halbfinalgegner Mensik
Der 20-Jährige ist eine der Überraschungen des Turniers.
Nichts ging mehr. Jakub Mensik lag völlig ausgepumpt auf dem roten Sand der French Open und konnte gequält von Krämpfen nicht mehr aufstehen. Die Bilder des 20 Jahre alten Tschechen kurz nach seinem hart erkämpften Drittrundensieg in Paris sorgten für Aufsehen - und waren ein durchaus eindrücklicher Beweis seines Siegeswillen, der ihn bis ins Halbfinale trug.
Am Freitag (14.30 Uhr/Eurosport) fordert der Weltranglisten-27. den Turnierfavoriten Alexander Zverev heraus und wähnt sich gut vorbereitet. "Je weiter das Turnier voranschreitet, desto besser spiele ich", sagte "Ice-Man" Mensik, der das bisher einzige Aufeinandertreffen beider Profis zuletzt in Madrid knapp verlor. In seinem jungen Alter hat er aber immerhin auch schon einen Titel vom Masters 2025 in Miami vorzuweisen.
"Ich freue mich auf diese Herausforderung", sagte Mensik, der sich selbst als cool, freundlich, emotional beschreibt. Die Zehenentzündung, die ihn weite Teile der Sandplatzsaison einschränkte, hat er überwunden. Auch den Krampf, der ihn nach seinem beeindruckenden Viertelfinalerfolg gegen den Brasilianer Joao Fonseca bei der Pressekonferenz plagte, überstand er mit einem Lächeln.
Kein Wunder, schließlich ist Mensik der jüngste tschechische Spieler seit Beginn der Ära des Profitennis 1968, der bei einem Grand-Slam-Turnier das Halbfinale im Herreneinzel erreicht hat. Er übertraf den großen Ivan Lendl (21 Jahre und 79 Tage; French Open 1981) - und will nur allzu gern nun auch Zverev ärgern.