Trotz Sturzfolgen: Seixas fährt zur Tour
Der 19-Jährige ist zwei Wochen nach seinem Crash in der Vorbereitung guter Dinge. Auf eine Kampfansage verzichtet Seixas jedoch.
Der französische Hoffnungsträger fühlt sich bereit: Paul Seixas steht wie geplant im Aufgebot seines Teams Decathlon – CMA CGM für die Tour de France (ab Samstag) - trotz seines folgenschweren Sturzes bei der Tour Auvergne Rhone-Alpes vor gut zwei Wochen. Nach dem Unfall habe er seine "Vorbereitung auf die Tour de France fast wie geplant" fortsetzen können, sagte der 19 Jahre alte Shootingstar.
"Fünf Tage vor dem Grand Départ fühle ich mich bereit, in diesen drei Wochen alles zu geben und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen", führte Seixas, der in seine erste Grand Tour starten wird, aus. "Ich setze mir kein konkreteres Ziel, da ich mich auf unbekanntes Terrain begebe, da ich noch nie zuvor an einem so langen und anspruchsvollen Rennen teilgenommen habe. Es ist das Rennen, von dem ich schon immer geträumt habe, und ich weiß, wie viel Glück ich habe, schon so früh in meiner Karriere daran teilnehmen zu dürfen."
Seixas war im Frühjahr mit bemerkenswerten Auftritten bei Eintagesrennen und kürzeren Rundfahrten in die Weltspitze vorgedrungen. Experten trauen ihm aufgrund seiner damals gezeigten Leistungen zu, bei der Tour zumindest zeitweise mit den Größen Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard mithalten zu können. Er ist der jüngste Tour-Starter seit 1937. Frankreich wartet seit Bernard Hinault 1985 auf einen Triumph eines heimischen Fahrers.
Bei der Tour Auvergne Rhone-Alpes hatte er für einen Schreckmoment gesorgt, als er auf der vorletzten Etappe schwer gestürzt war. Tags darauf gab Seixas die Rundfahrt auf, was im Anschluss Zweifel an seinem im Frühsommer angekündigten Tour-Start aufwarf.