113. Tour de France: Vorschau auf die 5. Etappe
In Pau jubeln traditionell die Sprinter, auch diesmal sollte es zu einem Massenspurt kommen.
5. Etappe (Mittwoch, 8. Juli): Lannemezan - Pau (158,3 km)
Noch vor nicht allzu langer Zeit gehörte die frühe Tour-Phase den Sprinter, die dann erst später in Alpen oder Pyrenäen ordentlich leiden mussten. Mittlerweile müssen die kräftigen, schnellen Jungs zuerst gehörig leiden, um sich dann im Massenspurt austoben zu dürfen. Pau ist - wie Bordeaux am Freitag - eine klassische Sprinterstadt der Tour. Und auch diesmal sieht alles nach einem "Sprint royal" aus.
Der Weg ins Ziel auf der Place de Verdun in der "Pyrenäen-Hauptstadt" Pau ist nicht sonderlich anspruchsvoll, auf der Fahrt von der Region Okzitanien nach Neu-Aquitanien wartet allerdings nur gut 25 km vor dem Ziel eine kurze wie steile Bergwertung der 3. Kategorie. Wer um den Sieg mitsprinten möchte, darf sich dort nicht abhängen lassen.
Die 80.000-Einwohner-Stadt Pau gehört zum festen Kanon der Tour. Zum 77. Mal macht die Frankreich-Rundfahrt dort Station, öfter war nur, natürlich, Paris an der Reihe. Zwei Tage später zieht Bordeaux mit Tour-Besuch 77 nach.
Drei deutsche Profis siegten in den vielen Rundfahrt-Jahren in Pau: Nach Dietrich Thurau 1977 waren die Sprinter Erik Zabel (1997) und Marcel Kittel (2017) erfolgreich. Für den deutschen Rekord-Etappensieger Kittel war es der 14. und letzte Tour-Tageserfolg seiner Karriere.