WM-Traum geplatzt: Hockey-Frauen verlieren gegen Belgien
Die DHB-Auswahl kann das Halbfinale auch mit einem Sieg gegen Spanien nicht mehr erreichen.
Für die deutschen Hockey-Frauen ist der Traum vom Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden geplatzt. Das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman musste sich im ersten Spiel der Zwischenrunde Co-Gastgeber Belgien mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Damit warten die "Danas" weiter auf die erste WM-Medaille seit 1998.
Am Ende war die WM-Kulisse vielleicht noch zu groß für die junge Nationalmannschaft. "Ich glaube, dass die wenigsten von uns schon vor so einem lauten Stadion gespielt haben. Das hat uns meiner Meinung nach aus dem Konzept gebracht", sagte DEB-Kapitänin Linnea Weidemann nach dem Spiel bei MagentaTV.
Weil die deutschen Frauen ohne Punkte in die Zwischenrunde gingen, war der Druck vor dem Spiel groß - und ein Sieg gegen den Weltranglistendritten Belgien Pflicht. In der ersten Halbzeit im belgischen Wavre konnte die DHB-Auswahl ihre Chancen nicht nutzen - und wurde dafür bestraft. Nach einem starken Spielzug traf Delphine Marien (23.) zum 1:0-Halbzeitstand für Belgien.
Nach der Pause gab es nur kurzzeitig wieder Hoffnung: Lisa Nolte (32.) glich nach einer Strafecke aus. Doch Stephanie Vanden Borre (34.) stellte den Vorsprung für Belgien postwendend wieder her. Charlotte Englebert erhöhte in der 42. Minute.
"Ich fand Belgien am Ende heute besser", sagte Bundestrainerin Schopman: "Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff mehr."
Den zweiten Platz in der Gruppe F, der für das Halbfinale nötig wäre, kann Deutschland nun nicht mehr erreichen. Vorbei ist die WM nach dem zweiten Zwischenrundenspiel gegen Spanien am Montag (17.00 Uhr/MagentaTV) aber noch nicht. Die Dritt- und Viertplatzierten in den Gruppen der Zwischenrunde spielen ab Donnerstag die Gesamtplätze fünf bis acht aus.