Studie: Sport in der Lanxess Arena Wirtschaftsfaktor für Köln
Eine Untersuchung der Sporthochschule hebt die ökonomische Bedeutung hervor. Vor allem Tourismus und Übernachtungen bringen der Stadt Einnahmen.
18.000 Zuschauerinnen und Zuschauer beim Eishockey, 20.000 Fans bei den großen Handball-Events, und ein volles Haus beim Karneval oder Konzerten mit Weltstars wie Billie Eilish: Die Lanxess Arena im Stadtteil Deutz ist ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt Köln und das Umland. Das ergab eine Studie der Deutschen Sporthochschule mit dem Titel "Events als Treiber touristischer und sozialer Effekte", die am Dienstag vorgestellt wurde.
Die Autoren der Studie, Dr. Christoph Bertling und Dr. Inga Oelrichs vom Institut für Kommunikations- und Medienforschung, stellten vor allem die touristischen Effekte heraus, neun von zehn Besuchern kommen demnach nicht aus Köln. Besonders bei Veranstaltungen wie dem Pokal-Final-Four und dem Champions-League-Finalturnier der Handballer profitiere die Stadt von den Übernachtungsgästen, die bis zu zehn Millionen Euro ausgeben.
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"Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, künftig die Bemühungen zur Akquise von Sportgroßveranstaltungen im Schulterschluss zwischen Arena und Stadt weiter zu intensivieren", sagte Geschäftsführer Stefan Löcher.
Bertling betonte die "besondere Rolle" von Sportveranstaltungen, die sogar ein "internationales Publikum zusammenbringen". Er ergänzte: "Obwohl die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Veranstaltungsorte übertragbar sind, stellen sie im Bereich der Eventforschung auch einen Indikator für den Wert von Großveranstaltungen für andere Regionen dar", ergänzte er.
Womöglich auch für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland? "Wir rechnen oft zu hart: Was wird ausgegeben und was gibt es für Einnahmen", sagte Bertling. An der Studie sehe man jedoch, "dass die Einnahmen viel höher zu rechnen sind – denn der positive Effekt ist wirtschaftlich, sozial und touristisch zu sehen".
Dafür spricht auch die Befragung der Kölnerinnen und Kölner für die Studie. Sie schätzen die Event-Location, die 1998 auf der rechten Rheinseite eröffnet wurde und noch immer die größte Veranstaltungshalle in Deutschland ist - über die ökonomischen Effekte hinaus. Eine deutlich Mehrheit stimmt der Aussage zu, die Lanxess Arena mit ihrem weit sichtbaren "Henkel" auf dem Dach sei wichtig für die "Brauchtumspflege" und den "Kulturbereich" sowie ein Kölner "Wahrzeichen" und eine "Attraktion".