Snooker-WM: Auch Zhao trifft der "Fluch des Crucible"
Der Titelverteidiger aus China scheitert in Sheffield an Lokalmatador Shaun Murphy.
Erst Ronnie O'Sullivan, Mark Selby und Judd Trump, jetzt Titelverteidiger Zhao Xintong. Bei der Snooker-WM in Sheffield lichtet sich weiter das Feld der Favoriten. Zhao, im Vorjahr erster chinesischer Weltmeister, scheiterte am Mittwoch im Viertelfinale mit 10:13 an Shaun Murphy aus England.
Zhao fiel wie viele andere zuvor dem "Fluch des Crucible" zum Opfer. Seit das Turnier 1977 ins Crucible Theatre verlegt wurde, konnte kein Weltmeister seinen Titel im Folgejahr erfolgreich verteidigen. "Shaun hat mich stark unter Druck gesetzt und perfektes Snooker gespielt. Er hat den Sieg verdient", sagte Zhao der BBC. Er habe "als Titelverteidiger zwar etwas Druck gespürt, aber es ging mir trotzdem gut".
Murphy (43), der gegen Zhao (29) früh mit 0:3 in Rückstand geraten war, ist nun nur noch zwei Siege von seinem zweiten Weltmeistertitel entfernt – 21 Jahre nach dem ersten Triumph.
"The Rocket" O'Sullivan war am Montag gegen den viermaligen Weltmeister John Higgins (Schottland) ausgeschieden. Für Selby (England), ebenfalls viermaliger Titelträger, war das Aus gegen Wu Yize (China) gekommen. Der Weltranglistenerste Trump (England) unterlag dem Iraner Hossein Vafaei.
Vafaei musste sich nach seinem Erfolgslauf am Mittwochabend Wu geschlagen geben (8:13), dieser trifft im Halbfinale auf Mark Allen (England). Murphy tritt gegen John Higgins (Schottland) oder Neil Robertson (Australien) an.