Schwimm-EM: Märtens holt mit Staffel erste Becken-Medaille
Der Olympiasieger schwimmt mit der DSV-Staffel in deutscher Rekordzeit zu Bronze.
Olympiasieger Lukas Märtens hat mit der Freistil-Staffel bei der Schwimm-EM in Paris für die erste deutsche Medaille im Becken gesorgt. Der Weltmeister und Weltrekordler über 400 m sicherte als Startschwimmer mit Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn dem DSV-Team über die 4x200 m am Montag in deutscher Rekordzeit von 7:02,28 Minuten Bronze.
"Ich bin unfassbar stolz. Ich kann es gar nicht beschreiben, was wir da heute geschafft haben, was die Jungs da gemacht haben", sagte Märtens, der lediglich als Siebter an Sorgius übergeben hatte, in der ARD. "Wie wir das beendet haben, wie vor allem Cornelius das beendet hat - das ist unbeschreiblich, das kann man gar nicht in Worte fassen."
Sorgius hatte Deutschland nach Märtens Start wieder an die Medaillenränge herangebracht, Bäschnitt und Jahn hatten die Aufholjagd belohnt. Das DSV-Quartett unterbot dabei auch die bisherige nationale Bestmarke der Staffel um Paul Biedermann von 7:03,19 aus dem Jahr 2009 um fast eine Sekunde. Der ehemalige deutsche Schwimm-Star war auch 2014 an der bis dahin letzten Medaille einer Männer-Staffel auf dieser Strecke beteiligt gewesen. In Berlin war das Team um Biedermann 2014 zum Titel geschwommen.
Das DSV-Quartett um Märtens hatte sich am Montagvormittag noch mit der schnellsten Vorlaufzeit für das Finale qualifiziert. Dort ging Gold aber an Großbritannien (7:01,52) vor Frankreich (7:02,23).