Nach furioser Quali: 7er-Männer mit Verletzungssorgen zur WM
Deutschland misst sich in der WM-Serie mit den großen Rugby-Nationen. Einige Stammkräfte fallen allerdings zum Auftakt aus.
Furios qualifiziert, doch nun im Pech: Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft ist zurück auf der großen Bühne, Verletzungssorgen bremsen das "Wolfpack" aber aus. Gleich drei Leistungsträger muss Bundestrainer Pablo Feijó beim ersten von drei Turnieren der WM-Serie ersetzen, bei denen sich Deutschland als klarer Underdog mit der Weltelite misst.
"Wir gehören in diesem Wettbewerb natürlich noch zu den Außenseitern, weil wir so gut wie keine Erfahrungen auf diesem Level haben", sagte der Spanier Feijó vor dem Start am Freitag in Hongkong, wo die deutsche Auswahl in der Gruppenphase auf den zweimaligen Olympia-Goldmedaillengewinner Fidschi (7.11 Uhr), Paris-Sieger Frankreich (9.58 Uhr) und Großbritannien (Samstag, 5.50 Uhr) trifft. Anschließend folgt eine K.o.-Runde, das Turnier endet am Sonntag.
"Deshalb wollten wir hierherkommen, um gegen die besten Länder zu spielen", erklärte Ersatzkapitän Niklas Koch. Druck habe die Mannschaft kaum, "wir können einfach performen und dann gucken, wie weit wir kommen". Die Partien wie die erste überhaupt gegen Fidschi will die personell geschwächte Auswahl von Rugby Deutschland auch genießen.
Nicht dabei sein können Kapitän Tim Lichtenberg, der pfeilschnelle Jakob Dipper und Daniel Eneke. Das Trio muss verletzt passen, die Chancen auf eine Überraschung sind durch die Ausfälle erheblich gesunken. Vor allem Dipper hatte mit seinen Versuchen erheblichen Anteil daran, dass Deutschland das WM-Ticket bereits nach dem zweiten von drei Turnieren der zweiten Division der Weltserie sicher hatte.
"Natürlich werden uns diese Spieler fehlen, die es zuletzt in der SVNS 2 sehr gut gemacht haben", sagte Feijó. In Nairobi holte Deutschland den Turniersieg, schon nach Platz zwei in Montevideo stand fest, dass das deutsche Team zur Serie um die Weltmeisterschaft fahren würde.
Ein eigenes WM-Turnier wie noch 2022 in Kapstadt, als Deutschland erstmals mit dabei war, gibt es nicht mehr. Der Titel wird nach drei Turnieren vergeben, an der die acht Mannschaften der Weltserie und die vier besten Teams der zweiten Division teilnehmen. Nach Hongkong geht es in Valladolid (29. bis 31. Mai) weiter, ehe die Entscheidung in Bordeaux (5. bis 7. Juni) fällt.