Missbrauchsvorwürfe in Italien: Maccarani geht nach Russland
Die langjährige Erfolgstrainerin der italienischen Nationalmannschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik hat fern der Heimat einen neuen Job gefunden.
In der Heimat muss sich Emanuela Maccarani wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht verantworten. Jetzt hat die einstige Erfolgstrainerin der italienischen Nationalmannschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik einen neuen Job gefunden: Die 59-Jährige setzt ihre Arbeit in Russland fort.
Wie der russische Turnverband mitteilte, wird Maccarani Trainerin für die Gruppenübungen der Nationalmannschaft. Der Verband bezeichnete ihre Verpflichtung als Teil der Bemühungen, die Rhythmische Sportgymnastik weiterzuentwickeln und den Trainerstab der Nationalmannschaft zu verstärken. Russland hofft, bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ohne Sanktionen an den Start gehen zu können. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Sportlerinnen und Sportlern die Tür geöffnet.
Maccarani soll dabei helfen, die Rhythmischen Sportgymnastinnen auf LA vorzubereiten. In ihrer Heimat ist sie in Ungnade gefallen. Seit 2022 werfen Sportlerinnen Maccarani psychischen Missbrauch vor. Die langjährige technische Direktorin und Cheftrainerin weist alle Anschuldigungen zurück.
Unter Maccaranis Führung hatte das italienische Team bei Olympia große Erfolge gefeiert. 2004 in Athen gab es Silber, 2012 in London, 2021 in Tokio und 2024 in Paris jeweils Bronze. Im vergangenen Jahr beendete der italienische Verband die Zusammenarbeit mit der Trainerin.