Krieg in Nahost: MotoGP verschiebt Katar-Rennen
Anders als die Formel 1 präsentiert die Motorrad-Rennserie einen Ersatztermin später im Jahr.
Nach der Formel 1 hat nun auch die MotoGP auf den Krieg im Nahen Osten reagiert und ihren Rennkalender angepasst. Der Grand Prix in Katar wird nicht wie ursprünglich geplant am 12. April stattfinden und stattdessen auf den 8. November verlegt, das teilte die Motorrad-Königsklasse am Sonntag mit. Anders als die Formel 1, die einen Tag zuvor die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ohne Ersatz abgesagt hatte, strebt die MotoGP damit zunächst eine Verschiebung an.
Dazu sind weitere Bewegungen im Terminkalender notwendig. So wird der Große Preis von Portugal in Portimao um eine Woche auf den 22. November geschoben, auch das Saisonfinale in Valencia findet sieben Tage später als ursprünglich geplant am 29. November statt. Der neue Plan sei mit dem Ziel entworfen worden, den Gesamtkalender "so wenig wie möglich" zu beeinträchtigen.
Die Formel 1 hatte am späten Samstagabend deutscher Zeit über ihr Vorgehen mit Blick auf die Krise in der Region informiert. Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien würden nicht wie geplant stattfinden, teilte die Königsklasse mit, "mehrere Alternativen wurden geprüft, letztlich wurde entschieden, dass es im April keine Ersatzveranstaltungen geben wird".
Eine spätere Veranstaltung schloss die Formel 1 damit nicht explizit aus. Mögliche Ersatztermine sind allerdings im weiteren Jahresverlauf rar, freie Wochenenden gibt es wenige. Ohnehin findet das Saisonfinale in Abu Dhabi erst am 6. Dezember statt.