Ironman 70.3: Priester und Philipp verpassen das WM-Podest
Die deutschen Triathleten müssen sich über die Halbdistanz geschlagen geben. Die Titel gehen nach Neuseeland und in die USA.
Die deutschen Triathleten haben die Medaillen bei der Weltmeisterschaft über die Halbdistanz (Ironman 70.3) in Nizza verpasst. Lasse Nygaard Priester kam nach 1,9 km im Wasser, 90 km auf dem Rad und 21,1 km auf der Laufstrecke als Bester aus dem deutschen Team auf Platz fünf. Bis zur Hälfte des abschließenden Halbmarathons lag der Europameister mit an der Spitze, musste dann aber abreißen lassen. 1:28 Minuten fehlten ihm zu Bronze. Jonas Schomburg wurde Achter.
Den Titel holte sich erstmals der Neuseeländer Hayden Wilde nach 3:50:51 Stunden mit 18 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Kristian Blummenfelt. Titelverteidiger Jelle Geens aus Belgien kam auf Platz drei. Bei den Frauen hatte sich am Samstag Taylor Knibb aus den USA (4:19:24) deutlich vor den Schweizerinnen Julie Derron und Alanis Siffert durchgesetzt. Die frühere Ironman-Weltmeisterin Laura Philipp kam mit mehr als acht Minuten Rückstand auf Platz sechs. Caroline Pohle wurde als zweitbeste Deutsche Zehnte.
Während Knibb ihren vierten WM-Titel über die Halbdistanz holte, wartet Philipp weiter auf ihren ersten Sieg. Schon nach dem Schwimmen ging sie mit einem Rückstand auf die Radstrecke, auf der mehr als 1200 Höhenmeter und Steigungen von bis zu 10,5 Prozent zu bewältigen waren. Auf dem Halbmarathon machte sie noch Plätze gut, konnte die Spitze aber nicht mehr angreifen.
Priester war Teil eines Laufspektakels, an dessen Ende Blummenfelt mit einem Fabellauf (1:05:12 Stunden) den späteren Sieger Wilde beinahe noch abfing. Auch der 31-Jährige aus Norderstedt, bei dem vor zwei Jahren ein Herzinfarkt diagnostiziert worden war, holte alles aus sich heraus und hielt sich wie Schomburg in der Weltspitze. Ex-Weltmeister Rico Bogen kam auf Platz 17 vor Fabian Kraft. Die nächste Ironman-WM findet am 10. Oktober auf Hawaii statt.