Hunderte Athleten vor Asienspielen wegen Starkregens evakuiert
In einer Stunde fielen 104 Millimeter Regen - so viel wie in Deutschland durchschnittlich in 1-2 Monaten.
Hunderte Athletinnen und Athleten der Asienspiele sind wegen heftiger Regenfälle in der japanischen Gastgeberstadt Nagoya vorübergehend aus ihren Unterkünften evakuiert worden. Rund 104 Millimeter Regen pro Quadratmeter fielen am Dienstag innerhalb einer Stunde in Teilen der Stadt. Die Behörden erließen daraufhin eine Evakuierungsanordnung für mehrere Gebiete. Die Athleten konnten nach rund zwei Stunden in ihre Unterkünfte zurückkehren.
Betroffen waren Sportler, die im Bereich Garden Pier untergebracht sind. Dort setzen die Organisatoren auf provisorische Holzhütten, da es bei den Asienspielen in diesem Jahr kein eigenes Athletendorf gibt. Zusätzlich werden ein Kreuzfahrtschiff und Hotels als Unterkünfte genutzt.
Auch in mehreren Wettkampfstätten drang Wasser ein. Nagoyas Bürgermeister Ichiro Hirosawa sprach jedoch von begrenzten Auswirkungen. "Die Situation ist nicht so ernst, dass die Eröffnung am 19. September in Gefahr wäre", sagte er. Die Wettbewerbe sollen wie geplant stattfinden. Das Basketball-Turnier beginnt bereits am Donnerstag.
In Nagoya wurden am Dienstag zwischenzeitlich U-Bahn- und Busverbindungen eingestellt. Für einen größeren Fluss in der Region gab die japanische Wetterbehörde die höchste Hochwasserwarnstufe aus. Auch für Donnerstag wurden weitere heftige Regenfälle und Erdrutsche erwartet.
Bei den Asienspielen werden, ähnlich wie bei Olympia, alle Sommersportarten ausgetragen. Es werden mehr als 17.000 Athleten und Offizielle erwartet – mehr als bei den Olympischen Spielen. Wissenschaftler führen die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse auch auf den Klimawandel zurück.