EM: Wasserspringer verpassen Medaille zum Auftakt
Das Team von Bundestrainer Christoph Bohm verpasst im Mixed-Wettbewerb das Podest.
Die deutschen Wasserspringer haben bei der Schwimm-EM die erste deutsche Medaille verpasst. Lena Hentschel, Moritz Wesemann, Pauline Pfeif und Jaden Eikermann kamen zum Auftakt der Wettbewerbe in Paris am Freitag im Mixed-Team-Event mit 319,20 Punkten nur auf Platz sieben. Gold ging an Italien (410,60 Punkte) vor den Neutralen Athleten aus Russland (385,80) und der Ukraine (368,20).
"Ziemlich alles" sei schief gegangen, räumte Bundestrainer Christoph Bohm ein. In den ersten beiden Runden habe es "komplette Aussetzer" gegeben. Man dürfe nun aber "nicht den Kopf in den Sand stecken", betonte der Coach: "Wir haben noch so viele Wettbewerbe, wir haben uns gut vorbereitet und wir müssen nach vorne schauen."
Im vergangenen Jahr hatte das DSV-Team im türkischen Belek bei der Einzel-EM der Wasserspringer noch Silber gewonnen. Im Centre Aquatique Olympique, wo auch während der Olympischen Spiele die Wettbewerbe ausgetragen worden waren, reichte es dieses Mal nicht für das Podium.
Gleich im ersten Versuch patzte in Hentschel eine der erfahrensten Athletinnen im Team, auch bei Wesemann lief es vom 3-m-Brett nicht ganz rund. Im Synchron-Durchgang meldeten sich die beiden zwar zurück, doch auch die Turmspringer Pfeif und Eikermann zeigten Nerven.
In diesem Jahr finden die Titelkämpfe der Wasserspringer wieder im Rahmen der Schwimm-EM (bis 16. August) statt. Das deutsche Team verfolgt dabei ambitionierte Ziele. "Wir wollen in jedem Wettbewerb auch eine Medaille holen", hatte Bohm im Vorfeld im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) noch erklärt. Bei der vergangenen EM hatten die deutschen Springer zwölf Medaillen gesammelt.